Bündnis Demokratiebildung

Die GEW ist dabei

HLZ 1-2/2022: Demokratie und Menschenrechte

Seit zwei Jahren gibt es in Hessen das zivilgesellschaftliche Bündnis „Demokratiebildung nachhaltig gestalten“. Es hat sich zum Ziel gesetzt, sich innerhalb eines Netzwerks über gemeinsame Themen auszutauschen, das Anliegen in der Öffentlichkeit bekanntzumachen und als Lobby für Demokratiebildung zu wirken. Die Initiative zur Gründung des Netzwerks ging vom Landesverband Hessen der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe), dem Verein „Makista - Bildung für Kinderrechte und Demokratie“ und der Sportjugend Hessen aus. Nach einigen Vortreffen wurde das Bündnis am 20. November 2019 – dem Tag der Kinderrechte – in Wetzlar gegründet. Zu den 26 Gründungsmitgliedern zählen neben den drei Initiatoren auch die GEW Hessen, die Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte, Arolsen Archives, das DGB-Bildungswerk, die Evangelische Akademie Frankfurt, die Diakonie Hessen, der Verband deutscher Sinti und Roma und der DGB Hessen-Thüringen. Später schlossen sich auch die Bildungsstätte Anne Frank, die Ombudsstelle für Kinder- und Jugendrechte, der Elternbund Hessen und die Kurdische Gemeinde an. Momentan hat das Bündnis über 40 Mitglieder. Weitere Details finden sich auf der Homepage von Makista (www.makista.de).

Zu den Hauptaktivitäten gehörten bisher der Austausch von Informationen und Aktivitäten rund um das Thema Kinderrechte. Die HLZ 1-2/2021 berichtete ausführlich über die Spendenläufe für Kinderrechte, die Forderung „Kinderrechte ins Grundgesetz“ und die Aktionen der hessischen Kinder- und Jugendrechtsbeauftragten Miriam Zeleke, die das Bündnis tatkräftig unterstützt. Eine zweite Arbeitsgruppe entwickelte und organisierte eine zwölfteilige Multiplikatorenschulung, die noch bis Mai 2022 dauert (Demokratie lernen lernen), und stieß ein lokales Demokratiebündnis in Kriftel an.

Die Veranstaltungen finden mit Hilfe und in der Verantwortung der Bündnispartner statt, großzügige organisatorische Unterstützung leistet die Evangelische Akademie. Die Arbeitsgruppe „Öffentlichkeitsarbeit“ verfasste die gemeinsame Stellungnahme „Kein Stillstand für die Demokratiebildung in Hessen und anderswo“, in der die Notwendigkeit der Demokratiebildung in der Kita, der außerschulischen Jugendbildung und der Schule begründet wird, und stellte sie im Frühjahr 2021 auf einer Pressekonferenz vor.

Das Bündnis will diese Arbeit mit den Schwerpunkten Kinderrechte, Öffentlichkeitsarbeit und Einflussnahme auf die Politik fortsetzen und bestätigen. Zu den aktuellen Themen gehören das Hessische Lehrkräftebildungsgesetz, ein mögliches Demokratiefördergesetz und die Stärkung der politischen Bildung.

Helmolt Rademacher
Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik, LV Hessen

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