Frankfurt: Die GEW Hessen fordert zum Internationalen Tag gegen Rassismus, mehr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu tun. Die politische Bildung von Schüler:innen und Erwachsenen muss Priorität haben, das von der Landesregierung angekündigte Demokratiefördergesetz rasch beschlossen werden.
Die Zahl festgestellter rechtsextremer Vorfälle an hessischen Schulen hat sich im vergangenen Jahr im Vergleich zum Jahr 2023 mehr als verdreifacht. Auch gesamtgesellschaftlich nehmen rechtsextremistische Vorfälle zu. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, fordert Simone Claar, stellvertretende Vorsitzende der GEW Hessen, mehr Mittel für die politische Bildung und für Demokratieinitiativen bereitzustellen: „Die Zunahme von rechtsextremistischen Vorfällen in und außerhalb von Schulen ist eine klarer Hinweis: Die menschenverachtende Rhetorik von Rechtsextremen wird zunehmen aufgegriffen und endet immer öfter in Übergriffen oder Gewalt. Um dieser Tendenz etwas entgegenzusetzen, braucht es mehr Mittel für die politische Bildung und für demokratiefördernden Projekte. So können sie ihre wichtige Arbeit, die bislang bestenfalls mit befristeten Projektmitteln unterstützt wird, absichern und ausbauen.“
Das Erfahren von Selbstwirksamkeit sei für Schüler:innen und Erwachsenen in und außerhalb der Schule ein wichtiger Baustein, um sie weniger empfänglich für rechtsextreme Ideologien zu machen. „Rassismus und Ressentiments haben dort keine Chance, wo offen darüber gesprochen wird. Wer sich gleichzeitig ernst genommen fühlt und in den demokratischen Prozess integriert wird, erfährt Selbstwirksamkeit“, sagte Claar. Die GEW Hessen führt in Kooperation mit der nordhessischen Kampagne „Platz nehmen für Demokratie“ niedrigschwellige Veranstaltungen an hessischen Schulen durch, um Schüler:innen einen Raum für demokratische Diskussionen zu bieten.