Mobilität für Schülerinnen und Schüler darf nicht zum Luxus werden

GEW Hessen und LSV Hessen kritisieren geplante Preiserhöhung im ÖPNV | Pressemitteilung

Frankfurt: Die GEW Hessen und die Landesschüler*innenvertretung Hessen wenden sich gemeinsam gegen die angekündigte Preiserhöhung im öffentlichen Nahverkehr – insbesondere bei Schüler:innentickets und Menschen mit geringem Einkommen.

Ab dem 1. Januar 2026 sollen laut Angaben des Rhein‑Main‑Verkehrsverbund (RMV) und des Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) die Preise für ermäßigte Tickets steigen: Schülerinnen, Schüler, Auszubildende und Freiwilligendienstleistende müssen jährlich statt bisher 379 Euro dann 398 Euro zahlen; das Seniorenticket soll auf denselben Betrag angehoben werden.

Thilo Hartmann, Vorsitzender der GEW Hessen, weist auf die negativen Folgen der Verteuerung hin: „Der öffentliche Personennahverkehr ist für viele Jugendliche der einzige Weg, zur Schule oder Ausbildung zu kommen. Somit trifft die Erhöhung vor allem diejenigen, die ohnehin wenig Spielraum im Budget haben – Schüler*innen, Azubis und ältere Menschen. Wer sich auf die Fahnen  schreibt, Bildung- und Chancengleichheit zu fördern, darf Mobilität nicht zu einem Luxusgut werden lassen. Deshalb fordert die GEW, dass das Land Hessen sowie die Verkehrsverbünde kurzfristig die Erhöhung für Schüler*innen, Azubis und Menschen mit geringem Budget aussetzen und mittelfristig niedrigere Preise im ÖPNV erzielt werden.“

Laurenz Spies, Landesschulsprecher in Hessen, ergänzt: „Wenn man Bildungsgerechtigkeit ernst nimmt, dürfen Schüler*innen nicht überproportional stark belastet werden. Wer den ÖPNV stärken und jungen Menschen echte Bildungs- und Teilhabechancen bieten will, darf Mobilität nicht zur sozialen Frage machen. Statt einer Preiserhöhung fordern wir von der Landesregierung und den Verkehrsbehörden die Abschaffung der 3-km-Regelung und ein kostenloses Bildungsticket für alle!“