Mehrere Hundert Beschäftige streikten in Offenbach-Stadt und im Landkreis

Tarifrunde öffentlicher Dienst 2025 | Pressemitteilung

Frankfurt: Heute streikten mehrere Hundert Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, die für den Bund oder die Kommunen arbeiten. Sie forderten auf dem Willy-Brandt-Platz in Offenbach mehr Gehalt und freie Zeit von den Arbeitgebern.
 

Auch in der zweiten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Thilo Hartmann, Vorsitzender der GEW Hessen, sagte zu dem darauffolgenden Warnstreik in Offenbach: „Auch in Offenbach waren heute viele Kolleg:innen auf der Straße, um ein Zeichen gegen das ausbleibende Angebot der Arbeitgeber:innen zu setzen. Trotz des guten Abschlusses 2023 liegen die Reallöhne bei 4,5 bis 5 Prozent unter dem Niveau von 2020. Um diese Lücke zu schließen, braucht es einen guten Abschluss. Außerdem: Durch die vielen nicht besetzten Stellen werden die arbeitenden Kolleg:innen stark unter Druck gesetzt. Dabei sind sie es, die unsere Gesellschaft am Laufen halten. Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes haben deshalb eine bessere Bezahlung und mehr freie Zeit verdient.“
 

Die dritte Runde der Tarifverhandlungen findet vom 14. bis 16. März 2025 in Potsdam statt. Die Gewerkschaften fordern eine Entgelterhöhung im Volumen von 8 Prozent, mindestens 350 Euro monatlich. Darüber hinaus sollen Verbesserungen in Hinblick auf die Zeitsouveränität der Beschäftigten vereinbart werden, u. a. drei zusätzliche freie Tage.