Frankfurt: Hunderte Landesbeschäftigte haben heute in Frankfurt und Fulda an den Warnstreikaktionen teilgenommen. Sie unterstützen die Forderungen der Gewerkschaften und forderten Innenminister Poseck auf, endlich ein gutes Angebot vorzulegen.
Die GEW rief ihre beim Land beschäftigten Mitglieder in Frankfurt, im Landkreis und in der Stadt Offenbach, im Hochtaunuskreis und im Landkreis Fulda und die studentischen Beschäftigten in Frankfurt zum Streik auf. Daniela Mehler-Würzbach, Mitglied der GEW-Betriebsgruppe an der Goethe-Universität in Frankfurt, forderte ein deutliches Lohnplus für die Beschäftigten: „Die Beschäftigten im Bildungsbereich leisten täglich unverzichtbare Arbeit unter zunehmend schwierigen Bedingungen. Es ist höchste Zeit, dass sich diese Leistungen auch in den Tarifabschlüssen widerspiegeln“. Die GEW fordert insbesondere deutliche Gehaltssteigerungen, um die steigenden Lebenshaltungskosten auszugleichen und den Beruf attraktiver zu machen. „Der Fachkräftemangel in Schulen und Hochschulen spitzt sich weiter zu. Ohne spürbare Verbesserungen bei Bezahlung und Arbeitsbedingungen wird es nicht gelingen, ausreichend qualifiziertes Personal zu gewinnen und langfristig zu halten“, sagte Mehler-Würzbach.
Neben den erhöhten Tabellenentgelten ist die Aufnahme der 12.000 studentischen Hilfskräfte in den Tarifvertrag Hessen eine weitere zentrale Forderung der Gewerkschaften. „Die Blockadehaltung der Arbeitgeberseite ist nicht nachvollziehbar. Das Land muss endlich seiner Verantwortung nachkommen und die studentischen Hilfskräfte in den Tarifvertrag aufnehmen. Unser Ziel bleibt ein fairer Tarifabschluss, der die wichtige Arbeit der Beschäftigten anerkennt und die Zukunft des Bildungswesens in Hessen sichert“, betonte Mehler-Würzbach abschließend.
Die dritte Verhandlungsrunde findet am 26. und 27. März 2026 in Seeheim-Jugenheim statt.
Die Forderungen der Gewerkschaften in dieser Tarifrunde sind: 7 Prozent mehr Lohn, aber mindestens 300 Euro monatlich mehr. Aufnahme der studentischen Beschäftigten in den TV-H. Außerdem erwartet die GEW die Anhebung der Jahressonderzahlung auf 100 Prozent.