Frankfurt: Die GEW Hessen ruft ihre tariflich beim Land beschäftigten Mitglieder am 17. und 18. März zu örtlich begrenzten ganztägigen Warnstreikaktionen auf. Am 17. März streiken die Landesbeschäftigten im Landkreis Marburg-Biedenkopf, im Landkreis Gießen, in Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Am 18. März streiken die Beschäftigten in Frankfurt und im Landkreis Fulda. Außerdem werden die studentischen Beschäftigten an den Hochschulen aufgerufen, sich am Warnstreik zu beteiligen.
Die Landesregierung hat auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt. Thilo Hartmann, Vorsitzender der GEW Hessen, fordert deshalb die beim Land tariflich beschäftigten GEW-Mitglieder auf, sich am Warnstreik zu beteiligen: „Ohne Druck der Beschäftigten wird sich Innenminister Poseck nicht bewegen. Er scheint noch nicht verstanden zu haben, wie wichtig es ist, dass Landesbeschäftigte gut bezahlt werden. Dabei genügt ein Blick auf die aktuelle Weltlage: Die Inflation wird in den kommenden Monaten stark anziehen. Daher bildet ein guter Tarifabschluss die Basis dafür, dass die Kolleg:innen keine Reallohnverluste erleiden müssen.“
Besonderer Streitpunkt: Für die 12.000 studentischen Hilfskräfte in Hessen gilt bisher kein Tarifvertrag, der ihre Arbeitsbedingungen regelt. Die Gewerkschaften wollen dies ändern und die Aufnahme dieser Beschäftigtengruppe in den Tarifvertrag TV-Hessen erreichen. „Es kann nicht sein, dass das Land sich richtigerweise auf ein neues Tariftreue- und Vergabegesetz für die öffentliche Hand verständigt, dann aber selbst eine so große Beschäftigtengruppe der Willkür aussetzt“, kritisierte Thilo Hartmann. „Daher rufen wir auch die studentischen Beschäftigten an den Hochschulen auf, sich an den Warnstreikaktionen zu beteiligen“, sagte Hartmann abschließend.
Am 17. März streiken die Landesbeschäftigten im Landkreis Marburg-Biedenkopf, im Landkreis Gießen, in Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg und die studentischen Beschäftigten in Mittelhessen.
- Marburg: Kundgebung um 9 Uhr am Bahnhof. Von dort zieht eine Demonstration in Richtung Innenstadt.
- Darmstadt: Kundgebung um 12.30 Uhr auf dem Karolinenplatz. Von dort verläuft die Demonstration in Richtung Ludwigsplatz, wo ebenfalls eine Kundgebung stattfindet.
Am 18. März streiken die Beschäftigten in Frankfurt und im Landkreis Fulda und die studentischen Beschäftigten an den Hochschulstandorten.
- Frankfurt: Die Kundgebung findet an der Hauptwache um 12.30 Uhr statt.
- Fulda: Platz vor dem Bahnhof Fulda, um 11.30 Uhr.
Die dritte Verhandlungsrunde findet am 26. und 27. März 2026 in Seeheim-Jugenheim statt.
Die Forderungen der Gewerkschaften in dieser Tarifrunde sind: 7 Prozent mehr Lohn, aber mindestens 300 Euro monatlich mehr. Aufnahme der studentischen Beschäftigten in den TV-H. Außerdem erwartet die GEW die Anhebung der Jahressonderzahlung auf 100 Prozent.