Utopischer Ritterroman

Katharina Seewald blickt zurück ins Jahr 1000

HLZ 7-8/2020

„Nicht mal das Jahr wissen die hier genau. Scheißjob! Ritter Ende des 10. Jahrhunderts - nie wieder.“ Ein fränkischer Ritter, Rudolf von Gardau, erzählt seine Reise durch „Die Schrecken des Jahres 1000“. Er verliert - wie viele in jenen feudalistischen Tagen - Land, Burg und Einkommen. „Ich bin unzufrieden, also muss ich rebellieren“, erkennt Rudolf und gerät damit in den Sog einer revolutionären Erhebung von fränkischen Bauern. Wie es weitergeht und warum die heutigen Weihnachtsbäume damals ein Zeichen des Widerstandes waren, wird uns in vergnüglicher Art und Weise in diesem Ritterfantasie-Roman deutlich vor Augen geführt. Und schon damals hat die Firma – der heutige Imperialismus – ihre Finger im Spiel und die Zeitreise beginnt...
Das Buch ist der erste Band einer Trilogie, die von P.M., einem Schweizer Schriftsteller, verfasst wurde, der sich mit anderen Formen des Zusammenlebens beschäftigt und fragt, wie unsere Gesellschaft besser und anders gestaltet werden kann. P. M. heißt mit „richtigem“ Namen Hans Widmer und ist Mitinitiator des „Anderen Zürich“. Alle drei Teile erschienen 2010 erstmals in einem Band.
Katharina Seewald

Katharina Seewald ist Leiterin der Volkshochschule Region Kassel, Gewerkschaftsmitglied seit über 40 Jahren und immer noch nicht müde, sich für eine bessere Welt zu engagieren.


Die Schrecken des Jahres 1000. Utopischer Ritterroman. Rotpunktverlag Zürich 2010. 1.176 Seiten, 40 Euro