Wo bleibt die vorausschauende Planung des Kultusministers?

Hygieneplan 6.0

Im Hygieneplan 6.0 spricht mittlerweile auch das Hessische Kultusministerium nicht mehr von einem normalen Regelbetrieb.

Es werden vier Szenarien dargestellt:

  • der angepasste
  • und der eingeschränkte Regelbetrieb,
  • das Wechselmodell
  • und der Distanzunterricht.

Für den angepassten Regelbetrieb sollen möglichst feste Lerngruppen gebildet werden. Diese sind im eingeschränkten Regelbetrieb ebenso ein Muss wie eine Mund-Nase-Bedeckung.

Welche Stufe jeweils gilt, entscheidet das zuständige Gesundheitsamt. Damit schiebt das Kultusministerium jegliche Verantwortung für die Beschäftigten an Schulen und für die Schülerinnen und Schüler ab.

Es ist ohne Frage notwendig, auf aktuelle Entwicklungen im Infektionsgeschehen schnell und adäquat reagieren zu können. Aber es muss doch auch um eine vorausschauende Planung gehen, wie man den größtmöglichen Schutz der Beschäftigten der in Schule und der Schülerinnen und Schüler hinbekommen kann. Ist das nicht eine wesentliche Aufgabe einer Bildungsverwaltung und eines Dienstherrn?

Für mich ist nach wie vor nicht nachvollziehbar, warum in allen in allen gesellschaftlichen Bereichen die AHA-Regel gilt, das Einhalten sogar vehement eingefordert wird, nur im Präsenzunterricht wird sie nach wie vor ausgesetzt.

Maike Wiedwald

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