GEW Hessen ruft am 24. März zum Warnstreik auf

Beschäftigte brauchen einen guten Tarifabschluss | Pressemitteilung

Frankfurt: Die GEW Hessen und die weiteren Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes rufen landesweit ihre tariflich beim Land beschäftigten Mitglieder am 24. März zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Außerdem werden die studentischen Beschäftigten an den Hochschulen aufgerufen, sich am Warnstreik zu beteiligen.

Die Beschäftigten haben in den vergangenen Warnstreikaktion den Druck auf den Innenminister erhöht. Thilo Hartmann, Vorsitzender der GEW Hessen, fordert die Kolleg:innen nun erneut auf, sich zahlreich an der Warnstreikaktionen in der kommenden Woche zu beteiligen: „Die Arbeitgeberseite zeigt bislang kaum Bereitschaft, sich ernsthaft auf die Forderungen der Beschäftigten zuzubewegen. Ohne spürbaren Druck wird sich daran auch nichts ändern – Innenminister Poseck scheint die Bedeutung einer fairen Bezahlung für die Landesbeschäftigten weiterhin zu unterschätzen“. Gerade mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung sei entschlossenes Handeln notwendig: „Die Inflation dürfte in den kommenden Monaten deutlich steigen. Ein tragfähiger Tarifabschluss ist daher entscheidend, um Reallohnverluste für die Beschäftigten zu verhindern.“

Ein wesentlicher Konfliktpunkt bleibt die Situation der rund 12.000 studentischen Hilfskräfte in Hessen. Für sie existieren bislang keine tariflichen Regelungen zu Arbeitsbedingungen und Bezahlung. Die Gewerkschaften fordern deshalb ihre Einbeziehung in den Tarifvertrag TV-Hessen. „Es ist widersprüchlich, wenn das Land einerseits ein Tariftreue- und Vergabegesetz für den öffentlichen Bereich auf den Weg bringt, andererseits aber eine große Gruppe eigener Beschäftigter ohne tariflichen Schutz lässt“, kritisierte Hartmann.

Zum Abschluss rief Hartmann die tariflich beim Landbeschäftigten Mitglieder und die studentischen Beschäftigten an den Hochschulen dazu auf, sich den Warnstreiks anzuschließen: „Nur gemeinsam lässt sich der notwendige Druck aufbauen, um einen guten und fairen Tarifvertrag durchzusetzen.“

Am 24. März streiken die Landesbeschäftigten landesweit. Die Warnstreikaktionen finden an folgenden Orten statt:

  • Frankfurt: Demonstration ab DGB-Haus Frankfurt um 11 Uhr. Kundgebung auf der Hauptwache um 12 Uhr.
  • Kassel: Treffen vor dem Naturkundemuseum ab 10 Uhr. Die Demonstration startet um 11 Uhr in Richtung Hauptbahnhof. Kundgebung um 12 Uhr auf dem Rainer-Dierichs-Platz (Platz vor dem Hauptbahnhof).

Die dritte Verhandlungsrunde findet am 26. und 27. März 2026 in Seeheim-Jugenheim statt.

Die Forderungen der Gewerkschaften in dieser Tarifrunde sind: 7 Prozent mehr Lohn, aber mindestens 300 Euro monatlich mehr. Aufnahme der studentischen Beschäftigten in den TV-H. Außerdem erwartet die GEW die Anhebung der Jahressonderzahlung auf 100 Prozent.

Weiterführende Informationen zum Warnstreik am 24. März.