Bundesweites Tarifergebnis bei der TdL erzielt

Tarifrunde Hessen startet am 27. Februar 2026 in Wiesbaden

In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 2026 haben sich in Potsdam Gewerkschaften und Arbeitgeber nach harten Verhandlungen mit der „Tarifgemeinschaft deutscher Länder“ (TdL, alle Bundesländer außer Hessen) auf ein Ergebnis für die Landesbeschäftigten geeinigt. Dem waren umfangreiche Streiks der Kolleg:innen vorausgegangen. In Schulen und Hochschulen nahmen daran insgesamt 30.0000 Beschäftigte teil.

Insgesamt erhöhen sich die Entgelte um 5,8 Prozent in drei Schritten. Die Laufzeit beträgt 27 Monate und endet am 31. Januar 2028: Zum 1.4.2026 steigen die Tabellenwerte um 2,8 Prozent, mindestens aber 100 Euro, zum 1.2.2027 um 2,0 Prozent und zum 1.1.2028 um 1,0 Prozent. Für die Studentischen Beschäftigten konnte eine neue Vereinbarung über Mindestentgelte getroffen werden. Diese steigen zum Sommersemester 2026 auf 15,20 Euro und zum Sommersemester 2027 auf 15,90 Euro. Einen Tarifvertrag für Studentische Beschäftigte haben die Arbeitgeber allerdings erneut hartnäckig verweigert.

Hessen verhandelt eigenständig – deshalb gilt das Ergebnis aus Potsdam für uns nicht. Unsere Landes-Tarifrunde startet am 27. Februar 2026, und wir bleiben bei unseren klaren Forderungen: 7 Prozent mehr, mindestens aber 300 Euro, sowie eine Aufnahme der studentischen Hilfskräfte in den TV-H.

Dabei geht es nicht nur um die Abwehr von möglichen, unzumutbaren Vorschlägen seitens der Arbeitgeber. Hessen hat in der Vergangenheit bewiesen, dass wir durch eigenes Engagement bessere Ergebnisse erzielen können als im Rest der Republik – etwa bei der stufengleichen Höhergruppierung. Doch das Land wird uns unter der Verhandlungsführung des Innenministers Roman Poseck nichts schenken. Besonders in der entscheidenden Phase Mitte bis Ende März müssen wir zeigen, dass wir uns gemeinsam und sichtbar für unsere Forderungen einsetzen.

Wir unterstützen zum Auftakt 27. Februar 2026 um 09:30 Uhr unsere Verhandlungsführung  - seid dabei und komm mit uns vor das Innenministerium in Wiesbaden (gegenüber dem Hbf).