GEW fordert Stopp der Bildungskürzungen

Landesregierung hält an Kürzungen an den IGS und dem Sozialindex für das kommende Schuljahr fest | Pressemitteilung

Die GEW Hessen fordert die schwarz-rote Koalition auf, die geplanten Bildungskürzungen zurückzunehmen. Bereits nächste Woche findet die voraussichtlich letzte Lesung des Landeshaushalts im Hessischen Landtag statt. „Die Empörung in den Kollegien, bei Schüler:innen, bei Eltern und inzwischen sogar in der hessischen Wirtschaft macht es deutlich: Die geplanten Streichungen an den integrierten Gesamtschulen und beim Sozialindex im Umfang von rund 400 Stellen drohen großen Schaden zu verursachen. Sie treffen die Schulen an den Standorten am stärksten, die mit den größten Herausforderungen konfrontiert sind. Das bedroht die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen ganz direkt,“ stellt Thilo Hartmann, Vorsitzender der GEW Hessen, fest.

Am Freitagvormittag musste Kultusminister Armin Schwarz im Kultuspolitischen Ausschuss des Hessischen Landtags im Rahmen eines Berichtsantrags der Fraktion Bündnis90/ Die Grünen Auskunft über die Auswirkungen der geplanten Kürzung geben. Ab dem kommenden Schuljahr werden ihm zufolge landesweit durch die Stellenstreichung rund 10.000 Lehrkräftestunden pro Woche wegfallen. Zudem wurde erneut deutlich, dass sich die Kürzungen regional sehr ungleich verteilen. Einige Städte und Landkreise sind deutlich überproportional betroffen. Allein auf Frankfurt sowie die Stadt und den Landkreis Offenbach entfällt in der Summe rund ein Drittel des gesamten Kürzungsvolumens.