„Gute Bildung braucht umfangreiche Investitionen!“

Geplantes Bildungspaket der Landesregierung | Pressemitteilung

Mit Spannung erwartet die GEW Hessen das angekündigte Bildungspaket. Dieses müsse die Lernbedingungen der Schüler*innen und die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte deutlich verbessern. Im Fokus sollte insbesondere die hohe Abhängigkeit des Bildungserfolgs von der sozialen Herkunft stehen.

Nach Einschätzung der GEW Hessen ist es positiv zu bewerten, dass die Hessische Landesregierung den hohen Stellenwert von Bildung erkannt hat und deshalb ein Bildungspaket plant. Allerdings dürfe das jetzt angekündigte Bildungspaket keine Alibiveranstaltung sein, die auf durchgreifende Verbesserungen verzichtet. Hierzu sei, so der hessische GEW-Vorsitzende Thilo Hartmann, ein ausreichendes finanzielles Volumen erforderlich: „Die Kürzungen in den Landeshaushalten 2025 und 2026 waren unter sozialen Gesichtspunkten desaströs. Verwiesen sei auf die Kürzungen bei den Sozialindexstellen und die Streichung der Stellen für den binnendifferenzierten Unterricht an den integrierten Gesamtschulen. Dies alles bedeutet auch eine erhebliche Verschlechterung für die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte. Das Bildungspaket muss alle Kürzungs- und Sparmaßnahmen im Bildungsbereich revidieren und zusätzliche Investitionen umfassen. Wer etwas für die kommenden Generationen tun will, muss mehr finanzielle Mittel, mehr Personal und eine bessere Bildungsinfrastruktur gewährleisten!“

Hartmann verwies auf die eindeutigen Ergebnisse sowohl nationaler als auch internationaler Schulleistungsstudien, die für Deutschland einen engen Zusammenhang zwischen sozioökonomischer Herkunft und Bildungserfolg belegen. Besonders ungünstig steht Hessen dar. So habe das Münchner ifo-Institut im Jahr 2024 die ungleichen Bildungschancen in den deutschen Bundesländern anhand der Wahrscheinlichkeit des Gymnasialbesuchs untersucht. Besonders niedrig fällt die Chancengleichheit in den Bundesländern Hessen, Sachsen und Sachsen-Anhalt aus.