Gute Bildung braucht Investitionen statt Kürzungen

GEW Hessen ruft alle Interessierten auf, sich an den Aktionen am 17. Juni zu beteiligen.

Frankfurt: Anlässlich des Internationalen Kindertages warnt die GEW Hessen eindringlich vor den Folgen der geplanten und zum Teil bereits umgesetzten Kürzungen im hessischen Bildungssystem. Gleichzeitig ruft sie zur Beteiligung an den landesweiten GEW-Aktionen am 17. Juni 2026 auf.

Thilo Hartmann, Vorsitzender der GEW Hessen, forderte mehr Geld und eine chancengerechte Ausgestaltung der hessischen Bildung: „Wer am Internationalen Kindertag Kinderrechte feiert, darf gleichzeitig nicht bei Bildung und Betreuung kürzen. Gute Bildung ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für Chancengleichheit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine demokratische Zukunft.“

Die GEW Hessen kritisiert insbesondere den Abbau von Ressourcen in Schulen mit besonderen sozialen Herausforderungen, die Einsparungen bei Kitas und Hochschulen sowie den zunehmenden Druck auf Beschäftigte im Bildungsbereich. Bereits heute arbeiten viele Lehrkräfte, Sozialpädagog:innen und Hochschulbeschäftigte an der Belastungsgrenze. Die Folgen der Kürzungspolitik und der maroden Infrastruktur seien in vielen Einrichtungen täglich spürbar.

Um dem etwas entgegenzusetzen, veranstalten viele hessische GEW-Kreisverbände und GEW-Hochschulgruppen abwechslungsreiche Aktionen. Unter dem Motto „Mehr Geld für Bildung“ organisiert die Bildungsgewerkschaft Kundgebungen, Informationsveranstaltungen und öffentliche Aktionen, um Druck auf die Landesregierung auszuüben. „Die Landesregierung muss endlich handeln und Bildung zur obersten Priorität machen“, forderte Hartmann abschließend.

Die GEW Hessen fordert:

  • Die Rücknahme der bereits beschlossenen Kürzungen.
  • Zusätzliche Zukunftsinvestitionen in die hessische Bildung.
  • Abschaffung des Verwaltungskostenbeitrages für Studierende, um diese zu entlasten. Erforderlich ist eine auskömmliche BaföG-Reform.
  • Die Abschaffung der Schuldenbremse.
  • Den Einsatz des Landes für die Wiedereinführung der Vermögensteuer.
  • Den Einsatz des Landes für die Anhebung der Erbschaftssteuer auf große Vermögen.

Die GEW Hessen ruft Beschäftigte, Eltern, Studierende und alle Unterstützer dazu auf, sich an den Aktionen am 17. Juni 2026 zu beteiligen und gemeinsam ein Zeichen für gute Bildung zu setzen.

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