GEW Hessen kritisiert geschlossene Zielvereinbarungen zwischen mittelhessischen Hochschulen und Landesregierung

Verwässerte Ziele mit deutlich weniger Ressourcen

Frankfurt: Das Hessische Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Kultur hat heute mit den mittelhessischen Hochschulen neue Zielvereinbarungen unterzeichnet. Die GEW Hessen kritisiert die mangelnden Ambitionen des Landes und fordert mehr Geld für die Hochschulen.

Simone Claar, stellvertretende Vorsitzende der GEW Hessen, fordert das hessische Wissenschaftsministerium auf, mehr Geld für bessere Arbeitsbedingungen an den Hochschulen bereit zu stellen: „Diese Zielvereinbarungen geben deutlich weniger und unkonkretere Ziele vor, als die aus dem Jahr 2021. Die massiven Einsparungen an den hessischen Hochschulen müssen ein Ende haben. Ansonsten leidet die Qualität der hessischen Lehre und Forschung“, machte Claar deutlich. „Während die letzten Zielvereinbarungen genaue Zielzahlen, zum Beispiel für mehr unbefristete Beschäftigungsverhältnisse festgeschrieben haben, fehlt davon in der neuen jede Spur. Es bleibt weiterhin unklar, wie die Landesregierung mehr Dauerstellen schaffen will, um die im Rahmen der Tarifrunde 2024 getroffen Zusagen einzuhalten.“

Die finalen Zielvereinbarungen liegen aktuell noch nicht vor. Nach dem Kenntnisstand der GEW Hessen ist davon auszugehen, dass der Fokus auf Profilbildung sowie Forschung und Transfer liegt. „Angesichts des Sparzwanges wollen die Hochschulleitungen nachvollziehbarerweise ihren Gestaltungsspielraum hochhalten – uns ist es wichtig, dass gute Lehre und Arbeitsbedingungen dabei nicht aus dem Blick geraten“, sagte Claar abschließend.