2.800 Landesbeschäftigte streiken für einen guten Tarifabschluss

Zentrale Warnstreikaktionen in Frankfurt und Kassel | Pressemitteilung

Frankfurt: 2.800 Landesbeschäftigte und Beschäftigte der hessischen Hochschulen haben heute in Frankfurt und Kassel gestreikt. Vor den anstehenden Verhandlungen machten sie deutlich, dass Innenminister Poseck ein ordentliches Angebot vorlegen sollen.

Die GEW rief ihre beim Land beschäftigten Mitglieder und ihre Mitglieder an den Hochschulen zum landesweiten Streik auf. Thilo Hartmann, Vorsitzender der GEW Hessen, hob die Bedeutung von guten Tarifabschlüssen hervor: „Die Kolleg:innen haben in den vergangenen Wochen eindrucksvoll gezeigt, wie groß der Handlungsdruck ist. Die Arbeitgeber sind jetzt am Zug, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, das die Leistungen der Beschäftigten anerkennt“. Die heutige Streikbeteiligung sende eine klare Botschaft an Innenminister Poseck. „Die Beschäftigten lassen sich nicht mit ein paar warmen Worten abspeisen! Wir fordern 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens 300 Euro monatlich mehr. Denn: Nur mit einem guten Tarifabschluss sind die Beschäftigten vor einer ansteigenden Inflationsrate geschützt“, sagte Hartmann abschließend.  

Die GEW Hessen fordert zudem die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamt:innen und die Versorgungsempfänger:innen. 

Zudem wollen die Gewerkschaften für die Aufnahme dieser studentischen Beschäftigten in den TV-H sorgen: „Es kann nicht sein, dass das Land sich richtigerweise auf ein neues Tariftreue- und Vergabegesetz für die öffentliche Hand verständigt, dann aber selbst eine so große Beschäftigtengruppe der Willkür aussetzt“, kritisierte Thilo Hartmann.

Die dritte Verhandlungsrunde findet am 26. und 27. März 2026 in Seeheim-Jugenheim statt.

Die Forderungen der Gewerkschaften in dieser Tarifrunde sind: 7 Prozent mehr Lohn, aber mindestens 300 Euro monatlich mehr. Aufnahme der studentischen Beschäftigten in den TV-H. Außerdem erwartet die GEW die Anhebung der Jahressonderzahlung auf 100 Prozent.