Mehr Geld für Bildung - Aktionstag am 17. Juni

Wir stellen uns dem Sparzwang entgegen!

Bereits im Jahr 2025 hat die Landesregierung durch die Verschiebung der Besoldungserhöhung der hessischen Beamt*innen von August auf Dezember eine Konsolidierung des Landeshaushalts auf dem Rücken der Beschäftigten und damit auch vieler Lehrkräfte durchgesetzt. Durch die Verschiebung wurde ein Einsparvolumen in Höhe 180 Millionen Euro erzielt.

Doch damit nicht genug: die Landesregierung hat für den Haushalt 2026 eine ganze Reihe von weiteren Einschnitten beschlossen:

  1. Die Sozialindex-Stellen werden nahezu halbiert.
  2. Die Stunden zur Binnendifferenzierung an integrierten Gesamtschulen wurden gestrichen.
  3. Ab dem kommenden Schuljahr soll die Altersermäßigung erst ab 60 Jahren (statt bisher ab 55 Jahren) greifen, ein Schlag ins Gesicht aller hessischen Lehrkräfte.
  4. Schulfach „Digitale Schule“ wird faktisch gestrichen.
  5. Weitere Kürzungen betreffen das Programm für Schüler*innen an Hauptschulen.
  6. Deputatsstunden für Schutzkonzepte der Schulen werden eingespart.
  7. Stellenstreichungen und Schließung ganzer Studiengänge an den Hochschulen.
  8. Steigende Semesterbeiträge für Studierende.

Du willst Dich engagieren? Dann schreibe der Kontaktperson des jeweiligen Schulamtsbezirks!

Wir fordern von der Landesregierung:

  • Die Rücknahme der bereits beschlossenen Kürzungen.
  • Zusätzliche Zukunftsinvestitionen in die hessische Bildung
  • Abschaffung des Verwaltungskostenbeitrages für Studierende, um diese zu entlasten. Erforderlich ist eine auskömmliche BaföG-Reform. 
  • Abschaffung der Schuldenbremse. 
  • Einsatzes des Landes für die Wiedereinführung der Vermögenssteuer. 
  • Einsatz des Landes für die Anhebung der Erbschaftssteuer auf große Vermögen. 

Mit einem hessenweiten, dezentralen Aktionstag am 17. Juni 2026 wollen wir auf die Probleme aufmerksam machen und gemeinsam mehr Geld für Bildung fordern – und das auf vielfältige Weise: Stände in der Stadt und an Hochschulen, Aktions- und Gruppenfotos des Kollegiums, Diskussionsveranstaltungen oder auch Kundgebungen – vieles ist möglich! Wir laden alle Mitglieder und Bündnispartner*innen ein, sich zu beteiligen oder eigene Aktionen zu planen. 


Die Petition “Mehr Geld für Bildung” hat 13.230 Unterschriften erreicht und wurde im Februar an das Finanzministerium übergeben. Vielen Dank für die rege Beteiligung!

GEW informiert Sonderausgabe