Soziale Lage und politische Protestbewegungen im Iran

Mittwoch, 21. September 2022 | Frankfurt

Vortrag und Gespräch

Mittwoch,21.September2022 | 15-17Uhr
Saalbau Titus-Forum, Walter-Möller-Platz 2 | 60439
Frankfurt

Wenn sich die hiesigen Medien mit dem Thema Iran befassen, geht es in erster Linie um den sog. „Atomstreit“ oder um Erdöl und Gas. Gleichzeitig aber erschüttert eine historisch einzigartige Streik- und Protestwelle mit klaren Forderungen der Arbeiter*innen, Lehrer*innen, Rentner*innen, Frauen und anderen das Regime, das mit massenhaften Verhaftungen und Repression bis hin zu Folterungen und Hinrichtungen reagiert. Die eigentlichen Probleme des Landes finden kaum Beachtung. Auf dieser Veranstaltung möchten wir gemeinsam mit den Teilnehmer*innen einige Fragen des gesellschaftlichen und politischen Lebens im Iran etwas genauer erörtern.

Unter welchen Bedingungen lebt der überwiegende Teil der arbeitenden Bevölkerung in diesem Land? Wie geht das dortige Regime mit den Menschen um – speziell mit denjenigen, die sich für ihre Rechte einsetzen? Welche Mittel und Möglichkeiten setzen iranische Berufsverbände und andere soziale Gruppierungen ein, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen?

Welchen Sinn und welche Notwendigkeit hat die bekannte und oft strapazierte Losung „Internationale Solidarität“ für die iranischen Kolleg*innen einerseits und die deutschen Kolleg*innen andererseits?

Es referieren zwei Kollegen der Gewerkschaftlichen Initiative Rhein-Main für freie gewerkschaftliche Betätigung und Organisation im Iran:

Behrouz lebt seit seiner Flucht aus dem Iran seit 1985 in Deutschland. Er war Mitglied der Deutschen Postgewerkschaft, Vertrauensmann und Betriebsrat, später der NGG. Heute arbeitet er als Übersetzer.

Ali gehört seit den 70er Jahres des letzten Jahrhunderts - damals als Mitglied der iranischen Studierenden-Organisation CISNU - der unabhängigen linken iranischen Bewegung an. Beruflich war er als Lehrbeauftragter an der FH und als Bibliothekar tätig.


Eine Veranstaltung der DGB-SeniorInnen in Kooperation mit Arbeit und Leben Frankfurt am Main.
Interessierte aller Altersgruppen sind herzlich eingeladen.
Die Teilnahme ist kostenlos.

Flyer zum Download