DGB fordert Anerkennung von Covid-19 als Dienstunfall

Schleswig-Holstein macht es vor

Der Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen fordert die Hessische Landesregierung auf, die Anerkennung von Covid-19 als Dienstunfall für Hessische Beamtinnen und Beamte zu erleichtern.

„Das Land Schleswig-Holstein hat im Februar vorgelegt und Kriterien veröffentlicht, um die Anerkennung einer Erkrankung an Covid-19 als Dienstunfall einfacher zu machen. Das geht in die richtige Richtung. Wichtig ist auch, dass die Regelungen für Beamte und Tarifbeschäftigte gleichermaßen gelten. Deswegen ist eine Orientierung an den Regelungen der Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) sinnvoll.“

Aktuell sind in Hessen Klagen von Beamtinnen und Beamten anhängig, deren Erkrankungen an Covid-9 nicht als Dienstunfall anerkannt worden sind.

Enger persönlicher Kontakt gehört für Sozialarbeiterinnen, Erzieher und Lehrerinnen zu ihrem Arbeitsalltag. Die Polizei und kommunale Ordnungsbehörden müssen Ordnungsmaßnahmen, auch gegen Widerstände, durchsetzen. Gerade die Durchsetzung der Corona-Regeln ist eine Herausforderung. „Es zeigt sich zunehmend, dass manche an Covid-19-Erkrankte mit Langzeitfolgen kämpfen. Wer mit und für Menschen arbeitet, kann sich bei der Arbeit infizieren. Wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen etwas passiert, müssen die Betroffenen finanziell abgesichert sein. Jede Regelung zur Anerkennung der Erkrankung als Dienst- oder Arbeitsunfall ist allerdings nur dann gut, wenn sie wirklich greift und die Beweisführung auch tatsächlich erleichtert. Wir fordern den Dienstherrn auf, ein Signal zu setzen und dem Weg Schleswig-Holsteins zu folgen“, sagte Rudolph