Arbeitsbelastungs- und Arbeitszeitstudie der GEW Hessen hervorragend gestartet

Beteiligung der Frankfurter Lehrkräfte übertrifft die Erwartungen der GEW deutlich

Pressemitteilung 12. Februar 2020

Die vom Frankfurter Bezirksverband und vom hessischen Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Auftrag gegebene Arbeitsbelastungs- und Arbeitszeitstudie steht am Beginn der sogenannten Feldphase. Nachdem die Arbeitsbelastungen über eine Befragung erhoben wurde, geht es seit dem 10. Februar um Ermittlung der realen Arbeitszeiten von Lehrkräften an Frankfurter Schulen in einem 4-wöchigen Zeitraum. Der Unterrichtsausfall aufgrund des Sturmtiefs Sabine behinderte den Start nicht, denn erfasst wird auch die Arbeitszeit außerhalb des Unterrichts und davon wurde am Montag von Lehrkräften einiges geleistet. Sei es in der Schule oder zu Hause am eigenen Arbeitsplatz: Beantworten von Elternrückfragen, Schreiben von Berichten, Planung von Unterrichtsprojekten, Weiterarbeit an Schulkonzepten sind Beispiele dafür, was trotz Unterrichtsausfall gearbeitet wurde. 

Sebastian Guttmann, Vorsitzender des GEW-Bezirksverbands Frankfurt, zeigte sich hocherfreut über die hohe Teilnahme: „Wir sind positiv davon überrascht, wie viele Kolleginnen und Kollegen sich an den Schulen beteiligen. Etwa 1.500 Lehrkräfte an 69 Frankfurter Schulen sind zum Start mit dabei. Das übertrifft die Erwartungen aller Beteiligten, wir werden dadurch ein sehr aussagekräftiges und repräsentatives Ergebnis bekommen. Auf Basis eines Online-Fragebogens wird die Arbeitsbelastung Frankfurter Lehrkräfte ermittelt. Außerdem werden Informationen zur individuellen Arbeitszeit über ein Arbeitszeit-Schätzmodul sowie eine ein- bis vierwöchige Erfassung der realen Arbeitszeit erhoben.“

Maike Wiedwald, Vorsitzende der GEW in Hessen, ist gespannt auf die Ergebnisse: „Wir wissen ja aufgrund der zahlreichen Überlastungsanzeigen von Lehrkräften, dass die Arbeitssituation an den Schulen von vielen als untragbar angesehen wird. Dies ist der Hintergrund für unser Vorhaben: Wir wollen wissenschaftlich untersuchen, wie sich die Belastungssituation qualitativ und quantitativ darstellt. Wir schaffen so eine Grundlage für angemessene Verbesserungen an den Schulen.“

An das Ende der Feldphase, so Sebastian Guttmann, schließt sich die Auswertung an. Im September 2020 sei geplant, die Ergebnisse der Studie öffentlich zu präsentieren.

Weitere Informationen zur Frankfurter Arbeitsbelastungs- und Arbeitszeitstudie des Frankfurter Bezirksverbands und des hessischen Landesverbands der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) finden sie unter: frankfurt.arbeitszeitstudie.de.