Jüdisches Museum Frankfurt

Gemeinsam entdecken, erleben, verstehen, lernen | HKZ Juni 2026

Was bedeutet es, jüdisch zu sein? Gibt es das Jüdisch-sein überhaupt? Und wo finden wir im Raum Frankfurt jüdische Geschichte? Im Jüdischen Museum Frankfurt können erwachsene Besuchende sowie Lerngruppen diesen und vielen weiteren Fragen nachgehen. Das Angebot ist breit gefächert und immer wieder im Wandel. Neben der Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Fragen und dem Umgang mit jüdischer Geschichte findet man auch Angebote für Groß und Klein, die über ästhetische und sinnliche Zugänge eine spannende Auseinandersetzung mit jüdischem Leben in Vergangenheit und Gegenwart bieten. Die Angebote richten sich an Kita, Grundschule, Haupt- und Realschule, Gymnasium, Berufsschule, Lehrkräftefortbildung und Erwachsene.

Das Museum umfasst mehrere Orte, an denen außerschulisches Lernen ermöglicht wird. Der Hauptstandort, das Jüdische Museum am Bertha-Pappenheim-Platz, beschäftigt sich mit jüdischer Geschichte von der Gegenwart bis zurück ins 18. Jahrhundert. Zweiter Standort ist das Museum Judengasse (Battonnstraße 47), welches sich auf das jüdische Alltagsleben in der frühen Neuzeit fokussiert. Im Mittelpunkt des Museums stehen archäologische Überreste von fünf Häusern der Frankfurter Judengasse. Direkt an dieses Museum schließt die Gedenkstätte Börneplatz an. Weitere Lernorte sind der Gewölbekeller „Goldener Apfel“ (An der Staufenmauer 11) sowie die Erinnerungsstätte Großmarkthalle am und auf dem Gelände der Europäischen Zentralbank.

Ob Sie mit Ihrer Kita- oder Grundschulgruppe gemeinsam mit unserem Hausgeist Levi auf Entdeckungstour gehen, einen Vorleseworkshop buchen oder mit Taschenlampen in den Gemäuern der alten Frankfurter Judengasse Geschichten entdecken – dies ist Ihrer Wahl überlassen und nur ein kleiner Einblick in unsere Angebote für Kinder bis 12 Jahre. Bei theaterpädagogischen Projektwochen wie „Vom Museum auf die Bühne!“ oder „Narrheiten und Wahrheiten“ werden die Lerngruppen zu Regisseuren und Schauspielern und erfahren eine künstlerisch-ästhetische Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Lebenswelt, vergleichen diese mit dem Judentum und lernen ein respektvolles Miteinander.

Das Jüdische Museum bietet eine Vielzahl von Führungen, Workshops sowie Outreach-Formaten für die Jahrgänge 5 bis 13 an. Die Angebote dienen der Demokratiebildung und bieten verschiedene Schwerpunkte. Wichtig in der Vermittlungsarbeit ist stets die Vermittlung jüdischer Perspektiven, sei es im Workshop „Jüdisches Leben heute“, in Angeboten zur Familie Frank oder in der Auseinandersetzung mit Antisemitismus sowie Diskriminierung und Rassismus. Auch unsere Formate zu den Themenbereichen Nationalsozialismus und Schoa betrachten stets die jüdische Perspektive und ermöglichen die Auseinandersetzung anhand realer Biografien und den Besuch eines Deportationsortes, der Frankfurter Großmarkthalle. Nach jahrzehntelangem Kampf wurden Juden im Jahr 1864 zu gleichberechtigten Bürgern Frankfurts. In der immersiven Anwendung REALTALK 1864 wird der Moment, als Juden 1864 zu gleichberechtigten Bürgern Frankfurts wurden, erfahrbar. Als virtuelle Umgebung, die online zugänglich ist, können sich Schüler:innen mit Avataren unterschiedlicher Persönlichkeiten in der Judengasse unterhalten. Die Antworten sind historisch abgesichert. Im Rahmen eines Workshops werden junge Besuchende bei dieser immersiven Erfahrung begleitet.

Das Jüdische Museum Frankfurt bietet zudem Fachtage und Pädagogische Tage an. Kommen Sie zu uns als Fachschaft oder ganzes Kollegium und lassen Sie sich in praxisnahen Workshops zu Themen wie Antisemitismus-Prävention, interreligiöse Zugänge, Prävention Rassismus/Diskriminierung oder in der Arbeit mit Themen zum Nationalsozialismus weiterbilden. Aber auch privat lässt sich viel entdecken.

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