Frankfurt: Anlässlich des Equal Pay Days, der 2025 auf den 7. März fällt, macht die GEW Hessen erneut darauf aufmerksam, dass die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen gravierende Auswirkungen hat. Trotz der gesellschaftlichen Bedeutung ihrer Arbeit verdienen Frauen in den sozialen und erziehenden Berufen weniger als in Berufen, die hauptsächlich von Männern ausgeübt werden. Die GEW Hessen fordert deshalb eine Aufwertung der mehrheitlich von Frauen ausgeübten Berufe.
„Gute Bildung braucht gute Arbeitsbedingungen – und dazu gehört eine gute Bezahlung für die Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsberufen!", fordert Simone Claar, stellvertrende Vorsitzende der GEW Hessen. Denn: 90 Prozent der Beschäftigten in den hessischen Kitas sind Frauen. In der Schule liegt der Anteil bei knapp 70 Prozent. „Eine systematische Aufwertung der pädagogischen Berufe hilft, die Lücke zwischen den Einkommen von Männern und Frauen zu schließen. Dafür haben wir Anfang 2023 einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Seitdem steht fest, dass die Besoldung der Grundschullehrkräfte in Hessen bis 2028 schrittweise auf A 13 angehoben wird.“
Laut dem Statistischen Landesamt Hessen verdienen Frauen in Hessen durchschnittlich 19 Prozent weniger als Männer. Im Bildungsbereich spiegelt sich diese Ungerechtigkeit in schlechterer Bezahlung, fehlenden Karrierechancen und einer hohen Teilzeitquote wider. Insbesondere Erzieherinnen und Sozialpädagoginnen sind betroffen.
Die GEW Hessen fordert deshalb:
- Mehr Anerkennung für soziale und pädagogische Berufe durch bessere Vergütung und Arbeitsbedingungen
- Konsequente Maßnahmen gegen die strukturelle Benachteiligung von Frauen
- Eine bessere finanzielle und personelle Ausstattung für die Ziele der Frauenförderungs- und Gleichstellungspläne für alle Bildungseinrichtungen
„Die Politik muss endlich handeln, um die gesellschaftliche Lohnlücke zu schließen. Nur so können die Einkommen von Männern und Frauen angeglichen werden“, betont Claar.
Der Equal Pay Day markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen im Vergleich zu Männern rechnerisch unbezahlt arbeiten. Die GEW Hessen ruft daher alle Beschäftigten im Bildungsbereich auf, sich aktiv für gerechte Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. Ebenfalls ruft die GEW Hessen zur Beteiligung am Internationalen Frauentag am 8. März auf. Von 10 bis 12 Uhr findet ein Frühstück in der Geschäftsstelle im Zimmerweg 12 in Frankfurt statt.