Rassismus und Rechtsextremismus haben an Schulen keinen Platz

#SayTheirNames - Erinnern heißt verändern | Pressemitteilung

Frankfurt: Die GEW Hessen gedenkt anlässlich des fünften Jahrestages des rechtsextremistischer Anschlags in Hanau den Opfern und trauert mit den Hinterbliebenen. Gleichzeitig unterstreichen bundesweit zunehmende rechtsextremistische Vorfälle auch an Schulen, dass Maßnahmen zur Demokratieförderung dringend notwendig sind.
 

Laut GEW Hessen zeigen der rechtsextremistische Anschlag von Hanau und die zunehmenden rechtsextremistischen Vorfälle an Schulen, dass die Förderung von demokratischen Vereinen, Organisationen und Initiativen dringend notwendig ist.
 

Simone Claar, stellvertretende Vorsitzende der GEW Hessen, sieht die Hessische Landesregierung in der Pflicht, Schulen beim Kampf gegen Rassismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus und jegliche Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit stärker zu unterstützen: „Wir stehen Hass und Hetze entgegen und stehen für Solidarität und Gerechtigkeit. Auch an den Schulen. Demokratische Werte müssen den Schülerinnen und Schülern früh nähergebracht werden. Nur so können sie eigenständig entscheiden, welche Social-Media-Trends zur Unterhaltung dienen oder von Rechtsradikalen vereinnahmt werden.“ Damit die Schüler:innen einen demokratischen Umgang erfahren, sei es wichtig, mehr politische Bildung, Schulsozialarbeit und Debattenräume zu schaffen. Außerdem müssten Initiativen, die die Schulen bei der Demokratieförderung unterstützen, mit ausreichenden Mitteln ausgestattet werden. „Um dies zu gewährleisten, sollte die Landesregierung das im Koalitionsvertrag angekündigte Demokratiefördergesetz schnell beschließen und umsetzen“, forderte Claar. Damit würde beispielsweise die Arbeit der Bildungsinitiative Ferhat Unvar unterstützt.
 

Die GEW Hessen ist fünf Jahre nach den schrecklichen Morden in Gedanken und Gefühlen bei den Angehörigen. „Wir werden die neun Hanauerinnen und Hanauer, die Opfer dieser rechtsextremistischen Terrortat wurden nicht vergessen und weiter an sie erinnern. Wir sagen ihre Namen:  Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov.“