Über 13.000 Menschen fordern mehr Geld für Bildung

Petition an Finanzministerium übergeben | Pressemitteilung

Frankfurt: Die GEW Hessen hat heute über 13.000 Unterschriften an das Finanzministerium übergeben. Die Petition "Mehr Geld für Bildung" fordert von der Landesregierung, auf Kürzungen in Kitas, Schulen und Hochschulen zu verzichten. Stattdessen müsse mehr in Gebäude und Personal im Bildungsbereich investiert werden.

Im Laufe der letzten Monate wurden konkrete Kürzungen bekannt, die die Landesregierung im Haushalt 2026 vornehmen will. So wird bei den Kita-Betriebsmittelförderungen gespart. Im Schulbereich widersprechen die angekündigten Maßnahmen dem Ziel der Bildungsgerechtigkeit: An den Integrierten Gesamtschulen sollen rund 100 Stellen für die Binnendifferenzierung und 300 Stellen an Schulen mit besonderen sozialen Herausforderungen entfallen. Außerdem wird bei der Lehrkräfteausbildung gekürzt. Und auch die Hochschulen stehen aufgrund einer geringeren Mittelzuweisung unter erheblichem Sparzwang. Thilo Hartmann, Vorsitzender der GEW Hessen, sagte dazu: „Die Kürzungen sind im Einzelnen bereits schädlich für die Bildungsqualität in Hessen. Zusammengenommen sorgen sie dafür, dass gute Bildung immer herausfordernder wird. Während Beschäftigte alles geben, um Kinder und Jugendliche zu fördern, streicht die Landesregierung vor allem dort, wo es am meisten schadet. Statt Sparpolitik brauchen wir endlich mehr Investitionen in die Bildung!“

Die 7,44 Milliarden Euro des Sondervermögens, die dem Land und den Kommunen innerhalb der nächsten zwölf Jahre zur Verfügung stehen, reichten nicht aus, um den Investitionsstau an Kitas, Schulen und Hochschulen abzubauen. „In Hessen beträgt der Investitionsstau alleine an den Schulen mehr als 6 Milliarden Euro. Das Geld des Sondervermögens reicht bei weitem nicht, um angemessen in alle Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge zu investieren. Gleichzeitig ist eine gerechte Besteuerung überfällig – besonders große Vermögen müssen endlich ihren fairen Beitrag leisten“, forderte Hartmann abschließend.

Die Unterschriften für die Petition „Mehr Geld für Bildung“ wurden seit Oktober 2025 anlässlich der angekündigten Sparmaßnahmen im Landeshaushalt 2026 gesammelt.