Exzellente Lehre und Forschung braucht exzellente Arbeitsbedingungen

Start der Haustarifverhandlungen an der Goethe-Universität | Pressemitteilung

An der Goethe-Universität Frankfurt haben heute die Verhandlungen über den Haustarifvertrag begonnen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert von der Leitung der größten Hochschule Hessens eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Für studentische Beschäftigte will die GEW eine Aufnahme in den Tarifvertrag erreichen. Für Auszubildende eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 200 Euro. Der Fortschritt der Vereinbarung für mehr unbefristete Beschäftigung soll überprüft werden.

„Die Goethe-Universität will Exzellenzuniversität werden: Wer exzellente Lehre und Forschung will, braucht auch exzellente Arbeitsbedingungen“, forderte Melanie Schreiber, Ansprechperson für die GEW-Betriebsgruppe und Teil der Verhandlungsführung der GEW. Die Goethe-Universität müsse ihre Gehälter deutlich anheben, um im Wettbewerb um Fachkräfte bestehen zu können.

Ein zentraler Fokus der GEW liegt auf der Durchsetzung von mehr unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Trotz der 2024 mit dem Land Hessen vereinbarten Entfristungszielen hinkt die Goethe-Universität bei der Umsetzung nach Zahlen der GEW hinterher. 

Eine besondere Forderung für den Tarifvertrag an der Goethe-Universität Frankfurt trägt die GEW ebenfalls vor. „Wir fordern analog zur Stadtverwaltung einen zusätzlichen freien Tag für die Universität am Wäldchestag“, erläuterte Schreiber.

Die GEW fordert, einen möglichen Abschluss des Tarifvertrages mit dem Land Hessen zu übernehmen, um ein Auseinanderdriften der Gehälter an den Hochschulen zu verhindern. Die voraussichtlich entscheidende Verhandlungsrunde mit dem Land findet am 26. März und 27. März statt. Die nächste Verhandlungsrunde mit der Goethe-Universität Frankfurt ist für den 21. April 2026 vorgesehen.