Zum Protest gegen die Waffenschau der Bundeswehr auf dem Hessentag hatten wir am Samstag etwa 400 Teilnehmer:innen erwartet. Wir freuen uns, dass es trotz der großen Hitze in der Spitze über 500 Menschen waren. Das zeigt uns, den Unterstützer:innen aus 37 hessischen Organisationen, dass es bei vielen im Land Unmut und Ablehnung dazu gibt, wie das Militärische im Alltag immer mehr in den Vordergrund gerückt wird. Kritisiert wurde, dass sich nur noch wenig Bürgerinnen und Bürger trauen würden, ihre Meinung zu sagen. Dort, wo kritische Stimmen in den Medien vorkämen, gingen sie in der großen Masse positiver Berichterstattung zur Militarisierung unter.
Es war ein sehr gemischter bunter Demonstrationszug mit vielen selbst gestalteten Plakaten und Transparenten, mit Stelzenläufern, mit vielen verschiedenen Parolen gegen militärische „Lösungen“ und auch Empörung über die Kriegführung der israelischen Regierung gegen die Zivilbevölkerung in Gaza. Seitens der Passanten bekamen wir viel Aufmerksamkeit. Überwiegend neugierig oder positiv. Leider ging die ablehnende Haltung bei einigen wenigen über verbale Angriffe hinaus und gipfelten sogar in Tätlichkeiten gegen zwei ältere Demonstranten. Nach den vielen positiven Erfahrungen bei den sieben Infoständen am Niddaplatz können wir nun auch hier ein sehr positives Resümee ziehen.
Wir bedanken uns bei allen, die dazu beigetragen haben, unseren Protest gegen die Waffenschau der Bundeswehr und das Werben selbst bei Minderjährigen öffentlich sichtbar zu machen.