Darmstadt: Am 20. April 2026 haben sich die Gewerkschaften GEW und ver.di Hessen mit der Technischen Universität Darmstadt über einen neuen Tarifvertrag geeinigt.
In einem ersten Schritt erhöhen sich die Gehälter zum 1. Juli 2026 um 3 Prozent, mindestens aber 110 Euro monatlich. Am 1. Oktober 2027 gibt es eine weitere Erhöhung um 2,8 Prozent. Der Tarifvertrag läuft 25 Monate und endet im Februar 2028. Simone Claar, stellvertretende Vorsitzende der GEW Hessen, bewertete das Ergebnis nach dem Ende der Tarifverhandlungen in Darmstadt: „Dieser Kompromiss ist nach schwierigen Verhandlungen zustande gekommen. Mit der Einigung halten die Beschäftigten der TU Darmstadt Anschluss an die Entgeltentwicklung in Hessen.“ Neben der Gehaltserhöhung ist es gelungen, die Lehre aufzuwerten. Perspektivisch soll eine Eingruppierung bis zur Entgeltgruppe 15 möglich sein. „Das ist ein Meilenstein für die Weiterentwicklung für Karriereperspektiven in der Wissenschaft, denn es ist nicht nur ein finanzieller Aufstieg in der Forschung möglich, sondern auch in der Lehre. Das ist bundesweit ein wichtiges Signal.“
Die Anhebung der Stundensätze der studentischen Beschäftigten wurden bereits mit dem Innenministerium ihm Zuge der Tarifverhandlungen vereinbart. Die TU Darmstadt hat zugesichert, die Stundensätze im Wintersemester 2026/2027 auf 15,20 Euro anzuheben. Im Wintersemester 2027/2028 erfolgt eine weitere Erhöhung auf 15,90 Euro pro Stunde. Die Aufnahme der studentischen Beschäftigten in den Tarifvertrag Hessen lehnte auch das Präsidium der TU Darmstadt kategorisch ab. „Es ist sehr enttäuschend, dass die Hochschulleitung weiterhin keinen Tarifvertrag für die studentischen Beschäftigten vereinbaren will. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, damit die prekär beschäftigten Student:innen endlich in den Tarifvertrag aufgenommen werden. Denn: Die Erhöhung der Mindeststundensätze um Cent-Beträge ist nicht ausreichend, zudem sind diese nicht individuell einklagbar“, betonte Claar abschließend.