Frankfurt: Die GEW Hessen und hessische Landesschüler*innenvertretung fordern die Landesregierung auf, von den Kürzungen im Bildungsbereich abzusehen. Angesichts des bestehenden Lehrkräftemangels, wachsender sozialer Herausforderungen an Schulen und steigender Anforderungen an das Bildungssystem seien Einsparungen ein falsches Signal.
„Schon heute arbeiten viele Schulen am Limit. Wenn jetzt Förderangebote und Ressourcen gekürzt werden, trifft das vor allem die Schülerinnen und Schüler, die ohnehin mehr Unterstützung brauchen“, erklärte Thilo Hartmann, Vorsitzender der GEW Hessen. „Gute Bildungs- und Ausbildungsbedingungen sind für die Hess:innen von höchster Relevanz. Kürzen die sogenannten Volksparteien CDU und SPD hier, wirkt sich das negativ auf den demokratischen Zusammenhalt aus."
Auch die Landesschüler*innenvertretung Hessen warnt vor den langfristigen Folgen der Einsparungen. „Wir erleben jeden Tag, wie wichtig zusätzliche Förderung, kleinere Lerngruppen und ausreichend Personal sind“, sagte Laurenz Spies, hessischer Landesschulsprecher. „Kürzungen verschärfen bestehende Ungleichheiten und verschlechtern die Lernbedingungen für viele junge Menschen. Dabei haben diverse Studien belegt, dass jeder investierte Euro in Bildung sich drei- bis fünffach auszahlt. Wirtschaftlich wäre es also nur vernünftig, wenn die Landesregierung mehr Geld in Bildung investiert.“
Gemeinsam unterstützen beide Organisationen daher die Petition „Keine Kürzungen in der hessischen Schulbildung“, die sich gegen die Sparpläne richtet. Bereits zahlreiche Menschen haben sich dem Protest angeschlossen. Neben der Petition sind auch weitere Protestaktionen geplant.
„Bildung ist keine Haushaltsreserve, an der man kurzfristig sparen kann“, betonen GEW Hessen und Landesschüler*innenvertretung. „Die Landesregierung muss die Kürzungspläne zurücknehmen und stattdessen konsequent in gute und gerechte Bildung investieren.“
Zur Petition
Der DGB-Hessen-Thüringen, die GEW Hessen und die weiteren Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes rufen zudem im Rahmen der Tarifrunde Hessen 2026 für eine Demonstration auf. Am 21. März 2026 um 12 Uhr demonstrieren Kolleg:innen und Unterstützer:innen in Frankfurt und Kassel:
- Gegen die Kürzungen im Bildungsbereich. Die GEW fordert mehr Investitionen in Personal und Gebäude in Kitas, Schulen und Hochschulen.
- Für eine verfassungskonforme, amtsangemessene Besoldung. Schluss mit Entscheidungen des Dienstherrn nach Gutsherrenart!
- Aktive Unterstützung der Tarifforderungen, für ein starkes Tarifergebnis. Gegen die Spaltung von Tarifbeschäftigten und Beamt*innen!
- Für die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung auf die Besoldung