Frankfurt: Mit Blick auf den Schuljahresstart 2025/2026 fordern die Landesschüler:innenvertretung, der Landeselternbeirat und die GEW Hessen gemeinsam vom Kultusministerium eine verlässliche Zukunftsplanung für das hessische Schulsystem. Die Qualität von Bildung, eine verringerte Arbeitsbelastung der Lehrkräfte, die Förderung von Demokratie und die mentale Gesundheit der Schülerinnen und Schüler, sind wichtige Themen für das kommende Schuljahr – es braucht klare Strategien, Investitionen und konsequentes Handeln für gute Schulen in Hessen.
Für Thilo Hartmann, Vorsitzender der GEW Hessen, sind zentrale Fragen, die sich mit dem bevorstehenden Beginn des neuen Schuljahres stellen, vom Kultusministerium noch immer nicht beantwortet worden:
Das größte Problem bleibt der weiterhin eklatante Lehrkräftemangel sowie der massive Investitionsstau an den hessischen Schulen. Leider konnte auch das Ein-Fach-Lehrkräfteamt mit lediglich 36 Teilnehmenden diese Lücke im Personalbestand nicht schließen. Gleichzeitig wächst der Investitionsstau weiter an. Statt immer neuer Projektankündigungen, deren Umsetzung häufig hinter den Erwartungen zurückbleibt, erwarten wir eine klare Strategie zur nachhaltigen Stärkung der hessischen Schulen. In Zeiten knapper öffentlicher Kassen dürfen sich die Bildungsbedingungen nicht weiter verschlechtern. Daher fordert die GEW Hessen die Wiedereinführung der Vermögenssteuer.
Anne Zulauf, Vorsitzende des Landeselternbeirats Hessen, unterstrich die Bedeutung derWerte- und Demokratiebildung in der Schule:
Eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schulen ist unerlässlich, um unseren Kindern ein werteorientiertes und demokratisches Lernumfeld zu ermöglichen. Werte- und Demokratiebildung bilden die Grundlage für eine offene und respektvolle Schulkultur. Mit unseren Veranstaltungen, Verantwortung teilen – Werte- und Demokratiebildung für Schulen und Eltern‘, unterstützen wir Eltern und Schulen darin, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und unsere jungen Menschen auf eine aktive Teilhabe in der Gesellschaft vorzubereiten.
Laurenz Spies, Landesschulsprecher, hob hervor:
Die mentale Gesundheit der hessischen Schüler*innen darf nicht der Sparpolitik der Landesregierung zum Opfer fallen. Bereits jede*r fünfte Schüler*in kämpft mit psychischen Problemen. Schule muss ein Ort der Unterstützung sein – nicht einer, der durch steigenden Leistungsdruck die Situation verschärft. Wir fordern daher mehr Schulpsycholog*innen, besser geschulte Lehrkräfte und eine klare Haltung: Mentale Gesundheit ist genauso wichtig wie Mathe und Deutsch.