Frankfurt: Heute wurden die Unterschriften der Grundschul-Resolution an das Kultusministerium übergeben. Die Darmstädter und Dieburger Initiatorinnen kritisieren die Kürzungen im Landeshaushalt, fordern ein anderes Problembewusstsein und mehr Unterstützung seitens des Kultusministeriums ein.
Knapp 1.100 Lehrkräfte aus ganz Hessen haben die Resolution unterzeichnet. Diese bemängelt die Arbeitsbedingungen an den Grundschulen und die fehlende Wertschätzung seitens des Kultusministeriums für die geleistete Arbeit. Heike Ackermann, stellvertretende Vorsitzende der GEW Hessen, hob die Forderungen der Resolution hervor: „Die Lehrkräfte an den Grundschulen leisten sehr viel. Doch viele Kolleg:innen sind mittlerweile an ihrer Belastungsgrenze angelangt. Seit Jahren fordern wir kleinere Klassen, mehr multiprofessionelle Teams und mehr Zeit für die pädagogische Arbeit. Die Herausforderungen werden sich noch verschärfen, wenn im kommenden Schuljahr der Anspruch auf Ganztagsbetreuung schrittweise eingeführt wird.“
Kürzungen im Bildungsbereich, die zu einer weiteren Arbeitsverdichtung führen, sind laut GEW Hessen daher der falsche Weg: „Die Institution Schule soll immer mehr leisten. Demokratieerziehung, Digitalisierung, Integration und Inklusion sind nur zu stemmen, wenn die Bedingungen daran angepasst werden. Wir fordern deshalb, dass das Kultusministerium sich nicht mehr der Realität verschließt und endlich beginnt, an Lösungen zu arbeiten“, sagte Ackermann abschließend.