Frankfurt: Die GEW Hessen begrüßt die aktuelle Debatte zur Sicherstellung des Fachkräftebedarfs in hessischen Kindertageseinrichtungen. Frühkindliche Bildung geht weit über reine Betreuung hinaus und legt den Grundstein für eine erfolgreiche Bildungsbiografie.
„Die aktuell im Landtag zur Diskussion stehenden Änderungen wurden bereits in den Fachgremien in Wiesbaden diskutiert. Einige Vorschläge begrüßen wir ausdrücklich, andere lehnen wir ab“, erklärte Heike Ackermann, stellvertretende Vorsitzende der GEW Hessen.
Ein zentrales Anliegen ist für die GEW die Abschaffung des Schulgeldes für private Fachschulen. „Das wäre ein wichtiger Schritt, um mehr Fachkräfte für den Beruf zu gewinnen“, betonte Ackermann. „Wir erwarten, dass es trotz angespannter Haushaltslage auf die politische Agenda kommt. Das wäre eine echte Verbesserung der Ausbildungsbedingungen.“
Auch die Ausweitung der praxisintegrierten vergüteten Ausbildung (PivA) wird von der GEW Hessen unterstützt. „Eine bezahlte Ausbildung, bei der die Auszubildenden bereits in der Einrichtung mitarbeiten, ist aus mehreren Gründen sinnvoll: Sie können das Gelernte direkt in der Praxis anwenden, übernehmen zunehmend Verantwortung und bleiben im Idealfall nach ihrem Abschluss als Fachkraft in der Einrichtung.“
Kritisch sieht die GEW hingegen eine geplante Erweiterung und Erleichterung bei der Öffnung des Fachkräftekatalogs. „Frühkindliche Bildung braucht mehr qualifizierte Fachkräfte – nicht einfach nur mehr Erwachsene, die Kinder betreuen“, stellte Ackermann klar. „Wir brauchen Expertinnen und Experten, die Kindern beste Bildungsbedingungen bieten – daran halten wir fest.“