Zusatzversorgung

Zusatzversorgung: Einigung zur Neuberechnung rentenferner Startgutschriften

Am 8. Juni 2017 einigten sich Gewerkschaften und Arbeitgeber im öffentlichen Dienst auf eine neue Berechnung der Startgutschriften für die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes. Sie gilt für Beschäftigte, die zum Zeitpunkt der Einführung des „Punktesystems“ im Jahr 2001 unter 55 Jahre alt waren und damit als „rentenfern“ galten. Der Anteil der Voll-Leistung, der pro Beschäftigungsjahr vor 2001 gutgeschrieben wird, soll künftig zwischen 2,25 und 2,5 Prozent liegen. Technisch gesehen werden 100 Prozent durch die „Zeit in Jahren“ vom Beginn der Pflichtversicherung bis zum 65. Lebensjahr geteilt. Wer mit 25 oder später im öffentlichen Dienst angefangen hat, bekommt 2,5 Prozent pro Jahr gutgeschrieben. Im Osten ist der „Beginn“ die Einführung der Zusatzversorgung im Jahr 1997, so dass fast alle Beschäftigten von der Neuregelung profitieren.

Mehr zur Tarifeinigung  www.gew.de/startgutschriften-einigung

VBL Zusatzversorgung

Die Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst ist in zwei nahezu gleichlautenden Tarifverträgen geregelt, dem Altersvorsorge-Tarifvertrag ATV und dem kommunalen ATV-K.

Der Tarifvertrag gilt für alle Arbeitgeber, bei denen das öffentliche Tarifrecht angewandt wird, da in § 25 TVöD und § 25 TV-L festgeschrieben ist, dass die Beschäftigten Anspruch auf eine betriebliche Altersversorgung nach ATV bzw. ATV-K haben. Auch die beiden großen Kirchen haben Regelungen, die weitgehend dem ATV entsprechen. Durchgeführt wird die Zusatzversorgung über Zusatzversorgungskassen. Die größte unter diesen ist die VBL (Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder), daneben gibt es über 20 kommunale und kirchliche Zusatzversorgungskassen (ZVK).