Wir danken den über 5.000 Kolleginnen und Kollegen, die am vergangenen Dienstag in ganz Hessen die Arbeit nieder gelegt und für bessere Arbeitsbedingungen in den Schulen gestreikt haben.
Die GEW Hessen wird sich weiterhin mit großem Nachdruck für diese Forderungen einsetzen.
Am Mittwoch (18.11.) nach dem Streik hat Kultusministerin Henzler erklärt, dass ihr bis jetzt(!) 1375 streikende Lehrkräfte gemeldet worden seien und die Presse hat dies teilweise als Gesamtzahl aller Streikenden aufgefasst. Was allerdings durchaus von Frau Henzler so forciert wurde, weil sie dann auch noch angehängt hat, dass alle anderen – die nicht gestreikt haben, mit den Arbeitsbedingungen zufrieden seien.
Deshalb noch einmal in aller Klarheit: Wer in Wiesbaden war und wer in Bussen nach Wiesbaden gefahren ist, weiß, dass die Zahl des Kultusministeriums absolut nichts mit der Gesamtzahl der Streikenden zu tun hat. Wie sollte sie auch? Vor dem Streik hat die Kultusministerin die Schulämter aufgefordert, ihr die Zahlen bis zum 24. November mitzuteilen und dann geht sie bereits am 18. November mit solch einer Zahl an die Öffentlichkeit.
Nur ein Beispiel zur Zahlenspielerei: Von einem Kreisvorsitzenden erhielten wir die Information, dass ihre Schulamtsleiterin am Mittwoch, den 18. November, in der Personalratssitzung von 27 Streikenden sprach. Mit zwei Bussen, 4 Hessentickets und eine Reihe weiterer PKW-Fahrerinnen und Fahrer kam er aber alleine in seinem Kreis auf mehr als 100. Hinzu kommt, dass es im Schulamt zwei weitere GEW Kreisverbände gibt, die ähnliche Zahlen vorzuweisen haben. D.h. das Schulamt hatte nicht einmal 10% erfasst.
Unser Resümee: Mit diesem großartigen und professionellen Auftreten der hessischen Lehrkräfte haben die Landesregierung sowie CDU und FDP Abgeordnete offenkundig nicht gerechnet. Nur so lassen sich diese Zahlenspielereien und das Auftreten des FDP Fraktionsvorsitzenden im Landtag erklären, der den Lehrkräften sogar das Demonstrationsrecht abgesprochen hat.









