Tarifauseinandersetzung an der Goethe-Universität Frankfurt noch nicht beendet
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Frankfurt (gew). „Die Tarifverhandlungen vom 27. August mit der Stiftungsuniversität Frankfurt wurden nach rund 13 Stunden auf den 21. September 2009 vertagt“, so die stellvertretende Landesvorsitzende der GEW Hessen, Carmen Ludwig nach langen Gesprächen heute in Frankfurt.Wegen des seit 2008 bestehenden neuen Status als Stiftungsuniversität wird an der Frankfurter Hochschule über die Arbeitsbedingungen in eigenständigen Tarifauseinandersetzungen verhandelt.
„Die entscheidenden Knackpunkte liegen nach wie vor beim Thema Arbeitszeit und Kündigungsschutz“, so fasst Carmen Ludwig, Verhandlungsführerin der GEW Hessen den Stand der Tarifverhandlungen zusammen. „Die GEW setzt sich für eine wöchentliche, einheitliche Arbeitszeit unter 40 Stunden für die Tarifbeschäftigten der Universität Frankfurt ein.“ Darüber hinaus strebt die Bildungsgewerkschaft an der Stiftungsuniversität Frankfurt perspektivisch eine tarifliche Regelung der Lehrverpflichtung für die wissenschaftlich Beschäftigten an, damit die Beschäftigten vor einseitigen Regelungen durch den Arbeitgeber geschützt sind. „Damit könnte auch den Besonderheiten einer Hochschule Rechnung getragen werden“, erläutert Ludwig.
Neben den nach wie vor strittigen Punkten besteht jedoch weitgehende Einigkeit hinsichtlich weiterer Rahmenbedingungen eines künftigen Tarifrechts. So sollen in überwiegenden Teilen die Regelungen des TV-H auch für die Beschäftigten der Stiftungsuniversität gelten. „Wir gehen davon aus, dass wir am 21. September einen Tarifabschluss für die Beschäftigten der Stiftungsuniversität erreichen können“, so Ludwig abschließend.
Zur Unterstützung der Verhandlung haben gestern 70 Tarifbeschäftigte der Goethe-Universität gestreikt und vor dem Verhandlungsort eine Versammlung durchgeführt. Die Beschäftigten der Goethe-Universität Frankfurt haben dabei ihren Unmut über die bislang nicht eingehaltenen Versprechungen der Hochschulleitung zum Ausdruck gebracht und eine Arbeitszeit deutlich unter 40 Stunden gefordert.








