HLZ-Meldungen: GEW gewinnt
Kategorie: HLZ

 

Vom: 11.07.12

Bei den Personalratswahlen hat die GEW Hessen auf allen Ebenen ihre Mehrheit behauptet und teilweise deutliche Zugewinne verbucht.

„Dieses Vertrauen ist für uns Verpflichtung, weiterhin demokratisch, kompetent und streitbar für die Interessen aller Kolleginnen und Kollegen einzutreten und dieses Engagement ständig weiter zu verbessern“, kommentierte Landesvorsitzender Jochen Nagel die Ergebnisse mit sichtbarem Stolz.

Bei den Wahlen zum Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer beim Kultusministerium (HPRLL) gewann die GEW bei den Beamtinnen und Beamten erstmals mehr als zwei Drittel der Stimmen und baute ihren Stimmenanteil um 1,9 Prozentpunkte aus. Bei den angestellten Lehrkräften (Liste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer) gewann die GEW 80,5 % der Stimmen, 8,7 % mehr als vor vier Jahren. Der Abstand zur zweitstärksten Fraktion des DLH (17,1 %) beträgt inzwischen mehr als 50 %!

Der gestiegene Anteil der Angestellten an der Gesamtwählerschaft führte dazu, dass es im neuen HPRLL einen Angestelltensitz mehr (3 statt 2) und einen Beamtensitz weniger (20 statt 21) gibt. Durch das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Berechnung der Sitzverteilung, das die kleineren Gruppierungen bevorzugt, hat die GEW im neuen HPRLL trotz gestiegener Stimmenanteile bei Beamten und Angestellten einen Sitz weniger als in der letzten Legislaturperiode (13 von 20 Beamtensitzen und 2 von 3 Angestelltensitzen).

Bei den Beamtinnen und Beamten wurden gewählt: Angela Scheffels, Heike Lühmann, Bettina Happ-Rohé, Sigrid Krause, Susanne Hoeth, Monika Frobel, Franziska Conrad, Juliane Kothe, Inge Konradi, Ralf Becker, Stefan Edelmann, Christoph Baumann und Peter Zeichner. Bei den Angestellten wurden Annette Karsten und Rainer Beyers gewählt. Als Vorsitzende des HPRLL wurde Angela Scheffels wiedergewählt. Stellvertretende Vorsitzende sind Heike Lühmann und Monika Frobel. Vorsitzende der GEW-Fraktion sind Sigrid Krause und Franziska Conrad.

Auch in allen Gesamtpersonalräten der Lehrerinnen und Lehrer wurde die GEW-Mehrheit bestätigt und zum großen Teil auch deutlich weiter ausgebaut. In vier Schulamtsbezirken liegt der Stimmenanteil der GEW über 70 % (Frankfurt, Groß-Gerau/Main-Taunus, Main-Kinzig und Gießen/Vogelsberg), in Kassel (Stadt und Land) trotz leichter Verluste weiter über 80 %. Auch bei der Wahl für den Hauptpersonalrat Verwaltung (HPR), der von den Beschäftigten des Kultusministeriums, der Staatlichen Schulämter, des Instituts für Qualitätsentwicklung und des Amts für Lehrerbildung gewählt wird, errang die GEW in der Listenverbindung mit ver.di erneut eine deutliche Mehrheit.

Die gemeinsame Liste von GEW und ver.di gewann 6 Sitze (3 Beamtinnen und Beamte, 2 Arbeitnehmerinnen und 1 Arbeitnehmer), die Liste des Beamtenbunds wie bisher 3 (eine Beamtin, ein Beamter, eine Angestellte). Insgesamt gewann die gewerkschaftliche Liste im Vergleich zu 2008 Stimmen dazu. Das reichte allerdings leider noch nicht zu einem weiteren Sitz. Für die Liste von GEW und verdi wurden gewählt: Christiana Bohn (GEW), Karl-Heinz Ernst (ver.di), Esther Heck (ver.di), Cornelia Rüger (ver.di), Margarete Schupp (GEW) und Gino Todisco (ver.di) Werner Scholz, Gewerkschaftsbeauftragter der GEW im HPR, führt den Erfolg auf die „klaren Positionen“ zurück, die GEW und ver.di während der abgelaufenen Wahlperiode kontinuierlich gezeigt und vermittelt haben: „Deshalb konnten sie sich im Wahlkampf auch glaubwürdig darstellen.“ Der HPR werde weiterhin die enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Personalvertretungen suchen.

Generationenwechsel im HPRLL

Bei dem Dank der GEW an die Kolleginnen und Kollegen, die durch ihr Engagement in den letzten vier Jahren die Grundlage für den überzeugenden Vertrauensbeweis der Wählerinnen und Wähler gelegt haben, dürfen auch die langjährigen Mitglieder des HPRLL nicht fehlen, die im Lauf der Wahlperiode aus dem HPRLL ausgeschieden sind oder für den neuen HPRLL nicht mehr kandidiert haben. Dieser Dank geht an Gerd Turk, Ulla Hess, Wolfgang Schwanz, Herbert Storn, Carsten Leimbach und Roland Ulrich.

Harald Freiling