Titelthema: Angestellte wählen GEW
Kategorie: HLZ

 

Vom: 10.05.12

Nur die GEW organisiert die Interessenvertretung der Angestellten an den Schulen, schult die Personalräte, damit sie deren Arbeitsverträge sachkundig beurteilen können, und initiiert notwendige Regelungen. Die Kandidatinnen und Kandidaten der GEW stehen für eine kompetente Interessenvertretung aller Angestellten im HPRLL.

Annette Karsten arbeitet im Schulpersonalrat und seit 2008 als  Angestelltenvertreterin im Gesamtpersonalrat des Schulamtsbezirks Kassel. Sie ist Erzieherin an der Käthe-Kollwitz-Schule in Hofgeismar und aktiv für die GEW im Landesangestelltenausschuss, im Kreis- und Bezirksverband und in der Fachgruppe Sozialpädagogische Berufe.

Rainer Beyers ist seit zehn Jahren Erzieher an der Paul-Zimmermann-Schule in Korbach, einer Schule für praktisch Bildbare und praktisch bildbare körperbehinderte Menschen. Er ist Angestelltenvertreter im GPRLL im Staatlichen Schulamt Fritzlar, Mitglied im GEW-Kreisvorstand Waldeck und im Landesangestelltenausschuss.

Seit 2004 vertritt Monika Frobel die sozialpädagogischen Fachkräfte im Hauptpersonalrat. Sie ist Sozialpädagogin und arbeitet seit 1989 an einer Schule für Körperbehinderte in Marburg. Sie kandidiert als Angestellte auf der Beamtenliste der GEW. Die GEW-Kandidatinnen und -Kandidaten engagieren sich für die Kolleginnen und Kollegen mit befristeten Verträgen, die immer wieder zittern, ob der Umfang ihres Vertrags wenigstens groß genug ist, um davon leben zu können, ob der Zeitpunkt des Vertragsendes wenigstens so weit „in der Zukunft“ liegt, dass man mal ein paar Wochen sorgloser leben kann. Gleichzeitig müssen sie an den Schulen Arbeiten übernehmen, die mit einer Befristung eigentlich unvereinbar sind: Klassenlehrerfunktion, Entwicklung von Schulkonzepten, Mentorentätigkeit, Datenschutzbeauftragter und vieles mehr. Der Hauptpersonalrat hat erreicht, dass befristet Angestellte die Sommerferien bezahlt bekommen. Leider gilt dies bisher nur für diejenigen, die 39 Wochen lang gearbeitet haben. Immerhin ein Teilerfolg, aber die GEW-Vertreter werden sich damit nicht zufriedengeben.

GEW-Personalräte werden sich dafür einsetzen, dass die unsägliche Praxis der derzeitigen Vertragsvergabe beendet wird. Wir wollen eine Zuweisung von 110 %, die berücksichtigt, dass auch Lehrkräfte krank werden können. Wir wollen, dass die „Vertretungslehrkräfte“ unbefristet eingestellt werden, voll in das Kollegium integriert sind, mit einem angemessenen, dem Lehrergehalt vergleichbaren Entgelt.

Bis auf wenige Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, die verbeamtet in Vorklassen und Eingangsstufen tätig sind, arbeiten die meisten sozialpädagogischen Fachkräfte als Angestellte des Landes an Förderschulen für Praktisch Bildbare und Körperbehinderte und sind für die Kollegien aller Schulformen bedeutsamer denn je. Der Kampf um eine neue Richtlinie, die Arbeitszeit und Tätigkeitsmerkmale endlich angemessen regeln sollte, hat in den letzten 20 Jahren zu einer guten hessenweiten Vernetzung geführt. Es ist für die sozialpädagogischen Fachkräfte nach Streik und Verhandlungen gelungen, im Rahmen des Tarifvertrages die 38,5-Stundenwoche zu erhalten.

Maurella Carbone ist in Rom geboren und lebt seit 1975 in Deutschland. 1981 begann sie ihren Schuldienst in Hessen als angestellte Lehrerin im Herkunftssprachlichen Unterricht (HSU) für Italienisch im Kreis Offenbach, erwarb über einen EU-Anpassungslehrgang das Lehramt für Gymnasien in den Fächern Deutsch und Italienisch und unterrichtet seit zwei Jahren Italienisch als Fremdsprache in der Mittel- und Oberstufe einer IGS.

Adnan Yildirim lebt seit 33 Jahren im Kreis Marburg-Biedenkopf und arbeitet seit 1985 als angestellter Lehrer im hessischen Schuldienst. Seitdem ist er auch in der GEW aktiv, im Kreisvorstand Biedenkopf und im Landesvorstand der GEW. Er ist im Schulpersonalrat, seit 2004 Mitglied im GPRLL beim Staatlichen Schulamt Marburg-Biedenkopf als Angestelltenvertreter und seit vier Jahren Nachrücker im Hauptpersonalrat.

Die GEW fordert seit langem, die Sprachen von Kindern mit Migrationshintergrund an unseren Schulen anzuerkennen, sie weiterzuentwickeln und sie durch geeignete Konzepte allen hessischen Schülerinnen und Schülern zugutekommen zu lassen. Dazu brauchen wir weiterhin qualifizierte, kompetente Lehrkräfte. Durch den Stellenabbau haben sich die Lernbedingungen der Schüler wie die Arbeitssituation von HSU-Lehrkräften wesentlich verschlechtert. Der Einsatz der HSU-Kolleginnen und -Kollegen im Regelunterricht, die Anerkennung ihrer Diplome und eine entsprechende tarifliche Eingruppierung, auch durch Weiter- und Fortbildung, gehören für uns zu einer Schule, die inkludiert und nicht aussondert, weder Schülerinnen und Schüler noch Lehrkräfte.

  • Eine neue Broschüre der GEW-Rechtsstelle für Angestellte in hessischen Schulen zu allen Fragen des Arbeits- und Tarifrechts kann bei den GEW-Kreisverbänden angefordert werden.