Verkündungsveranstaltung verschärft Probleme statt sie zu lösen
3. März 2007
Frankfurt (gew). „Wer, wie Ministerpräsident Roland Koch und Kultusministerin Karin Wolff, Verkündungsveranstaltungen zelebriert, anstatt auf gleicher Ebene mit den Betroffenen die auf der Hand liegenden vielfältigen Probleme des hessischen Schulwesens zu diskutieren, verschärft diese Problem anstatt sie zu lösen“, kritisiert Jochen Nagel, Vorsitzender der GEW Hessen, scharf die heutige Veranstaltung, zu der Kultusministerin Wolff alle Schulleiterinnen und Schulleiter geladen hat.
Zahlreiche Schulleiterinnen und Schulleiter bestätigen bereits die Befürchtungen der GEW Hessen, dass die so genannte „Autonomie von Schule“ einhergeht mit einer Entdemokratisierung von Schule. Zu geringe Personalzuweisung, karge Fortbildungsbudgets und die so genannte „Unterrichtsgarantie Plus“ sind nur einige Beispiele dafür, dass Bildungspolitik sich nicht an den pädagogischen Erfordernissen von Schulen, sondern zunehmend an falschen betriebswirtschaftlichen Renditeüberlegungen orientiert. Unter dem Etikett Autonomie“ sollen dann die Schulleitungen die Verantwortung für die chronische Unterfinanzierung der Schulen übernehmen. Gleichzeitig werden wesentliche Rechte der schulischen Konferenzen und Mitbestimmungsrechte der Personalvertretung eingeschränkt.
„Die GEW“, so Nagel weiter „wird aber auch weiterhin für einen ernsthaften Dialog um die bestmögliche Weiterentwicklung des Bildungssystems eintreten. Fest steht für die GEW Hessen, dass Bildung eine staatliche Aufgabe ist und bleibt“, so Nagel abschließend








