TVöD beim IB! Jetzt!

Zur Aktion des Internationalen Bundes (IB)

vom 21. November, Darmstadt

Mit dem Ruf „TVöD beim IB! Jetzt!“ zogen gut 100 Beschäftigte des Internationalen Bundes (IB) am Dienstag vor und durch die Geschäftsstelle der IB Südwest gGmbH in Darmstadt. In der anberaumten Verlängerung der Betriebsversammlung machten sie  ihren Unmut über den bisher erzielten Verhandlungsstand in der aktuellen Tarifrunde deutlich. Fortführung der Betriebsversammlung in Darmstadt war vergangene Woche in Frankfurt vereinbart worden, weil zu viele Fragen der Beschäftigten zur neuen Entgelttabelle und der Überleitung dahin nicht  beantwortet werden konnten. Die Beschäftigten erklärten in der Betriebsversammlung dem Vertreter der Arbeitgeberseite, dass sie eine Nachbesserung zum bisherigen Stand der Entgelttabelle und insbesondere die volle Anerkennung ihrer Berufserfahrungsjahre beim IB für die Überleitung erwarten.

„Wir leben in der Rhein-Main-Region, unsere Lebenshaltungskosten sind viel höher als in anderen Gegenden. Sie reden von einer Zulage, die eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers ist. Die kann jederzeit gestrichen werden. Das können wir uns  nicht mehr leisten!“.  

Bis auf 600 Euro beliefe sich der Gehaltsunterschied in der Sozialen Arbeit zu anderen Arbeitgebern. „Warum soll ich denn da beim IB bleiben?“, fragte eine Teilnehmerin empört.

Eine andere sagte:  „Ich habe den Eindruck, der IB will nur noch `Einweg-Mitarbeiter´, wenn sie jung sind, werden sie besser gestellt, das gönnen wir ihnen auch. Schon damit überhaupt noch Fachkräfte zu uns kommen. Aber nach einigen Jahren wird ihre Berufserfahrung nicht mehr wertgeschätzt und sie sollen wieder gehen, damit neue Mitarbeiter nachkommen. Das nenne ich `Einweg-Mitarbeiter´. Ich finde, das ist ein Schlag ins Gesicht der älteren Mitarbeiter, die die Qualität, für die der IB steht, ja gewährleisten. Diese Erfahrung muss doch auch wertgeschätzt werden!“

Peter Lotz (GEW), sagte: „Früher war die Berufsbildung das Flaggschiff des IB. Wir haben die Kohle eingefahren, jahrelang. Davon wurden andere Bereiche finanziert. Heute geht es der Südwest gGmbH finanziell wieder sehr gut. Trotzdem sollen die Gehälter der Berufsbildner, auf noch niedrigerem Niveau als jetzt schon, gekappt werden. Das ist ungerecht und entspricht auch nicht den Leistungen des berufsbildenden Bereichs! Wir wollen einen gerechten Anteil am finanziellen Erfolg.“