Frankfurter Erklärung II

Gemeinsame Herausforderungen von Schulleitungen und Schulaufsicht

Anlässlich der Tagung am 13. November 2017 in Frankfurt/Main zum Thema „Gemeinsame Herausforderungen von Schulleitungen und Schulaufsicht“ haben die teilnehmenden Verbände

Arbeitsgemeinschaft der Direktorinnen und Direktoren an den beruflichen Schulen und den Studienseminaren für die beruflichen Schulen in Hessen (AGD) | Bildungsfaktor Abitur.Hessen (BA) | Bundesverband der Oberstudiendirektorinnen und Oberstudiendirektoren/Landesverband Hessen | Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) | Interessenverband Hessischer Schulleiterinnen und Schulleiter (IHS) | Vereinigung der Schulaufsichtsbeamtinnen und Schulaufsichtsbeamten des Landes Hessen e.V. (VSH)

nach einer intensiven Diskussion mit den bildungspolitischen Vertretungen der im Hessischen Landtag vertretenen Parteien folgende Erklärung beschlossen:

  1. Zusätzliche Aufgaben erfordern zusätzliche Ressourcen. Eine auskömmliche Ressourcenausstattung im personellen, sächlichen und räumlichen Bereich ist derzeit an den hessischen Schulen und den Staatlichen
    Schulämtern nicht gegeben. Auch in diesem Sinne gelten die in der Frankfurter Erklärung vom 21. März 2017 getroffenen Feststellungen und Forderungen unverändert fort.
  2.  Die im Hessischen Landtag vertretenen Parteien werden aufgefordert, die als unverzichtbar angesehenen Aufgabenfelder für Schulleitungen und Schulaufsicht zu erheben, die zu deren ordnungsgemäßen Erledigung erforderliche Personal- und Ressourcenausstattung zu benennen und zur Verfügung zu stellen. In diesem Zusammenhang sind Verwaltungsaufgaben von speziell ausgebildetem Personal anstelle von Pädagoginnen und Pädagogen wahrzunehmen.
  3.  Die Herausforderungen, denen sich Schulleitungen und Schulaufsicht gegenübersehen, sind im Interesse der ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schüler nur mit qualifizierter Aus- und regelmäßiger Fortbildung
    wahrzunehmen.
  4.  Aus mehrfach gegebenen Anlässen erinnern wir an den in Art. 33 Abs. 2 GG verankerten Grundsatz der Bestenauslese bei der Besetzung von Stellen im Geschäftsbereich des Hessischen Kultusministeriums.

Für die AGD Annette Greilich

Für BA Martin Göhler

Für die GEW Birgit Koch

Für die IHS Matthias Doebel

Für die VOStD Dr. Frank Ausbüttel

Für die VSH Herbert Daubner

Frankfurter Erklärung II

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