Studierende in der GEW Hessen

Veranstaltungen Sommersemester 17/18

Veranstaltungen "Uni gegen Rechts"

Anmeldung unter der jeweiligen Veranstaltung auf www.uni-gegen-rechts.info

Mittwoch, 10. Mai, 18.30 Uhr | Cafee KOZ
Auftakt: „Rechter Geist zur rechten Zeit? Autoritäres Engagement Studierender seit der Weimarer Republik“
Arwin Mahdavi Naraghi und Christian Sperneac-Wolfer 

Dienstag, 16. Mai, 18.30 bis 20.30 Uhr
Teil zwei: „Linksgrün versifft“ oder (neu)brauner Tummelplatz? Deutsche Hochschulen seit dem Aufbruch 1968
Lucius Teidelbaum 

Mittwoch, 24. Mai, 13 bis 18 Uhr
Workshops für Mitarbeiter*innen und Studierende: WAS TUN gegen Rechts? Erfahrungsaustausch und Handlungsstrategien an der Hochschule
je ein Workshop für Studierende | Nora Strehlitz und David Malcharczyk
und Mitarbeiter_innen | Oliver Fassing und Cara Röhner 

Montag, 29. Mai, 10 bis 16.30 Uhr
Gegen Stammtischpopulismus und intellektuelle Neurechte argumentieren | Argumentationstraining | Wiebke Eltze und Lisa Gutsche

Mittwoch, 7. Juni, 10 bis 16.30 Uhr
Gegen Stammtischpopulismus und intellektuelle Neurechte argumentieren | Argumentationstraining | Frauke Büttner und Wiebke Eltze 

Mittwoch, 14. Juni, 18.30 Uhr
Rechtskonservative Bilderwelten – Social Media-Strategien und die Medienkommunikation der Neuen Rechten
Vortrag mit Diskussion | Danijel Majic 

Freitag, 23. Juni | Ort & Zeit: tba 
Recherche gegen Rechts – Fundiert recherchieren und die Rechte entlarven | Rechercheworkshop | Svenna Berger und Frank Metzger 

In Ergänzung laden wir gemeinsam mit der DGB-Jugend ein 

Samstag, 1.Juli ganztägig im Jugendclub U68
Faschismustheorien - ein einführender Überblick | Mathias Wörsching https://www.facebook.com/events/1889436931343693/

Samstag, 15. Juli ganztägig im Jugendclub U68 

Die theoretischen Grundlagen des Rechts- und Linkspopulismus | Ingo Elbe
https://www.facebook.com/events/1867950656754472/

Samstagsveranstaltungen bitte Anmeldung an anmeldungdgb@gmail.com

Bis heute hält sich hartnäckig die Erzählung von der "Stunde Null", vom Wiederaufbau der zerstörten Bundesrepublik durch Trümmerfrauen, Disziplin und Wirtschaftswunder. Ausgehend davon wundert sich heute kaum mehr jemand groß darüber, dass genau jenes Land, von dem zwei Weltkriege ausgingen, fast ungebrochen als ein entscheidender Global Player auftritt und eine der größten "Volks"wirtschaften weltweit darstellt.

Eher weniger bekannt und vielfach verdrängt ist die ökonomische Basis, auf der dieser Wohlstand mit aufbaute: auf Zwangsarbeit während der NS-Jahre und kaum substantielle Entschädigungen in der Nachfolgezeit. 
Über 12 Millionen Menschen leisteten im Verlauf des Zweiten Weltkriegs für Deutschland Zwangsarbeit. Nur die Zwangsarbeiter_innen hielten landwirtschaftliche Versorgung und Rüstungsproduktion aufrecht.
Die Industrie profitierte von der Ausweitung der Produktion, auch nach 1945. 1948 gab es in Westdeutschland 14% mehr und um ein Drittel jüngere Fabrikationsanlagen als 1935. Noch heute zählen Konzerne wie Bayer, BASF, Siemens, ThyssenKrupp, Rheinmetall, BMW, Volkswagen, ... zu den weltgrößten. Ein nicht unwesentlicher Teil ihres "Startkapitals" dürfte dabei durch Zwangsarbeit während der NS-Zeit erwirtschaftet worden sein.

Bis heute weigern sich viele der betreffenden Akteure aus Wirtschaft und Politik ihre Verantwortung substantiell einzugestehen. Zahlungen in der Vergangenheit wurden stets mit dem Zusatz versehen, dass damit keine Anerkennung von rechtlicher Verantwortung und Schuld verbunden sei -- und waren in der Summe bestenfalls Almosen.

Begleitet wurde und wird dies in der Bevölkerung von einem weit verbreiteten Unwissen sowie einer Schlussstrich-Haltung, zuletzt gar einem neuen Nationalismus des "Aufarbeitungsweltmeisters", was wir als gewerkschaftsaktive Studierende nicht unwidersprochen hinnehmen wollen.

Deshalb fragen wir uns:

  • Was ist damals passiert, wie funktionierte das Zwangsarbeitssystem? 
  • Wie erinnern wir an die Verbrechen, wie gedenken wir der Opfer?
  • Was bedeutet das für (gewerkschafts)politische Praxis heute?

Diesen Fragen wollen wir im Wintersemester 2016/17 nachgehen.

Workshop in Frankfurt

HLZ 1/2 2015: Tarifrunde 2015

HLZ 1/2 2015: Tarifrunde 2015

Weniger befristete Arbeitsverträge an hessischen Hochschulen?

HLZ 3/2014: Schwarz-Grün in Hessen

und Lehrenden an Hochschulen und Schulen

Pressemitteilung der GEW Hessen 18. April 2013