Stellenzuweisung für Schulen

Verschlechterungen in der Stellenzuweisung

Das Hessische Kultusministerium (HKM) hat mit Schreiben vom 27. April 2015 den Schulleiterinnen und Schulleitern „Erläuterungen zur Zuweisung des Schuljahres 2015/16“ geschickt.

Der Klops in diesem Schreiben sind für die Grundschulen und die gymnasiale Oberstufe geplante Verschlechterungen im Rahmen von insgesamt 300 Stellen für das kommende Schuljahr, danach noch steigend. 

  • In der Grundschule soll die nach § 6 der „Verordnung über die Stundentafeln für die Primarstufe und die Sekundarstufe I“ vorgesehenen 2 Stunden pro Klasse für besondere Fördermaßnahmen nach Schülerzahl gestaffelt und dabei landesweit 140 Stellen eingespart werden. Damit gibt es Schulen, bei denen die rein rechnerisch zugewiesenen 104 Prozent wieder aufgefressen werden.
  • In der gymnasialen Oberstufe sollen beginnend mit der Jahrgangsstufe 11 der Schülerfaktor verschlechtert, die Kursgrößen erhöht und damit 160 Stellen eingespart werden.

Das HKM begründet das mit Bedarf bei ‚Pakt für den Nachmittag‘, Sozialindex, Inklusion, Deutschfördermaßnahmen/Intensivklassen für Seiteneinsteiger.

Die GEW ist empört und weist es zurück, dass bestehende Defizite in der Zuweisung bspw. für Inklusion jetzt durch Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in anderen Bereichen bezahlt werden sollen.

Vor allem meint das Kultusministerium in der Öffentlichkeit so weiter von einer 104/105-prozentigen Zuweisung zu sprechen. Das muss entlarvt werden.

Es kann nicht sein, dass ein Bildungsbereich gegen einen anderen ausgespielt wird. Neue und zusätzliche, zum Teil dringend erforderliche, Aufgaben müssen durch zusätzliche Stellen abgedeckt werden.

In der rechten Spalte findet ihr Auszüge aus dem Schreiben des HKM.

Vorschläge für Resolutionen (rechte Spalte) könnt ihr herunterladen. Es haben schon etliche Schulen danach gefragt. 

  • Ein Bildungsgipfel, der vor sich hin dümpelt.
  • Eine angedrohte Nichtübertragung des Tarifergebnisses für Beamtinnen und Beamte.
  • Und jetzt auch noch weitere Umschichtungen zu Lasten der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte.
Gegen diese Politik müssen wir uns gemeinsam wehren!